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VI[. Kapitel: Verwundungen der grossen Gelenke.
BandHI. Spez Theil.
steif. Dauernd ganzinvalide, zeitig grösstenteils erwerbs-unfähig. (Vergl. Evers, S. 185, No. 110.)
78. K., Ulan vom Sächsischen 1. Ulanen-Regiment No. 17,verwundet am 1. Januar 1871: Gewehrschuss ins linke Fuss-gelenk mit Verletzung des Fersenbeins. Geheilt.
Befund im Januar 1873: Unterschenkel abgemagert,starke Auftreibung des Fersenbeins hindert die Bewegung.Dauernd ganzinvalide, zeitig gänzlich erwerbsunfähig. (Vergl.Evers, S. 385, No. 108.)
79. B., vom 4. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 17 :Gewehrschuss mit Zersplitterung des Fersenbeins undEröffnung des Fussgelenks; Austritt an der Sohle. Heilungmit Steifheit des Gelenks. Der Fuss war durch Narben undMuskelspannungen so gestellt, dass das Auftreten nur mit denKöpfen der Mittelfussknochen möglich war. (Vergl. v. Beck,S. 624, No. 16.)
80. B., vom 5. Badischen Infanterie-Regiment No. 113:Gewehrschuss. Die Kugel durchsetzte den linken Unterschenkel,öffnete das rechte Fussgelenk und zerschmetterte die Ferse.Heilung mit vollständiger Steifheit. (Vergl. v. Beck, S. 624,No. 15.)
81. Seh., Soldat vom Sächsischen 6. Infanterie-RegimentNo. 105, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehr-schuss ins linke Fussgelenk mit Verletzung des Fersen-beins. Geheilt.
Befund im November 1872: Gelenk durch Auftreibungund schmerzhafte Narbe in seiner Beweglichkeit gehindert.Dauernd ganzinvalide und dauernd theilweise erwerbsunfähig.(Vergl. Evers, S. 386, No. 115.)
82. N., Soldat vom Sächsischen 8. Infanterie-RegimentNo. 107, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehr-schuss ins rechte Fussgelenk mit Verletzung des Fersen-bein s und der Achillessehne. Geheilt.
Befund im September 1873: Verkürzung des Beines um2 cm, Narbenspannung der Achillessehne, Fersenbein stark auf-getrieben, Fussgelenk steif. Dauernd ganzinvalide und dauerndgrössteutheils erwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 384, No. 96.)
83. V., Soldat vom Sächsischen 8. Infanterie-RegimentNo. 107, verwundet am 1. September 1870 bei Sedan: Schussins linke Fussgelenk mit Verletzung des Fersenbeinsund der Achillessehne. Geheilt.
Befund am 5. Oktober 1873: Das Fussgelenk selbst warfrei beweglich, Verkürzung des Beins um 1 cm durch Narben-schrumpfung der Achillessehne. Dauernd ganzinvalide, dauerndtheilweise erwerbsunfähig. Die Invalidisirung erfolgte haupt-sächlich wegen Schwerhörigkeit. (Vergl. Evers, S. 386,No. 116.)
84. J. B., Füsilier vom Niederrheinischen Füsilier-Regi-ment No. 39, verwundet am 6. August 1870 bei Spicheren:Gewehrschuss in das rechte Fussgelenk, durch deninneren Knöchel und das Fersenbein dringend. Kamam 7. Oktober 1870 ins Reservelazareth Lüneburg; Abblätte-rung von Knochensplittern. Am 20. Oktober: Rose. Im No-vember geheilt.
85. H. A., Grenadier vom 2. Ostpreussischen Grenadier-RegimentNo. 3: Gewehrschuss an den rechtenFuss. Aufgenommenam 7. September 1870. Die Kugel verlief von der Innenseite,nach'Verletzung des Fersenbeins schräg durch die Fusssohlenach aussen, indem sie das Kahnbein streifte, und trat amRande des Fusses hinter dem Köpfchen des Mittelfussknochensder kleinen Zehe aus. Abstossung von Knochensplittern und
Entzündung des Fussgelenks. Am 6. Dezember: Heilungmit unvollkommener Steifheit. (Vergl. Meyer, S. 79, No. 27.)
86. H. H., Musketier vom 2. "Westfälischen Infanterie-Regiment No. 15 (Prinz Friedrich der Niederlande), verwundetam 27. September 1870 vor Metz: Gewehrschuss in das rechteFersenbein bis zum äusseren Knöchel. Kam am 30. Sep-tember ins Reservelazareth Kreuznach. Das verunstalteteGeschoss und Knochensplitter herausgezogen, starke Gelenk-schwellung; Verband mit Karbolsäurecharpie. Vielfache Eiter-senkungen. Am 30. Oktober: Tod an Pyämie.
E. Brüche der Fusswurzel, ohne Bezeichnung derbetroffenen Knochen.
87. II. G., Gefreiter vom Sächsischen 8. Infanterie-Regi-ment No. 107, verwundet am 2. Dezember 1870 bei Villiers:(iewehrschuss ins rechte Fussgelenk. Eintrittsöffnung derKugel in der Mitte der Aussenseite des Fusses, Austrittnach Durchbohrung der Fusswurzelknochen unmittelbarvor dem inneren Knöchel. In einem französischen Lazareth:reichliche Eiterung, Entfernung zahlreicher Knochensplitter,Einschnitte. Am 3. Mai 1871 gebeilt; später Badekur inTeplitz. Das Sprunggelenk war steif und aufgetrieben, derFuss verkrüppelt in Klumpfussstellung, so dass G. mit deinäusseren Fussrande auftrat, Zehen fast steif, Abmagerung desUnterschenkels; Gehen nur mit Hilfe eines Stockes möglieb.
88. F. S., Musketier vom 7. Ostpreussischen Infanterie-Regiment No. 44, verwundet am 31. August 1870 bei Noisseville:Gewehrschuss in das rechte Fussgelenk. Eintrittsöft'nung derKugel vorn durch die Fusswurzelknochen. Am 8. Sep-tember: Starke Eiterung, Entfernung von Knochensplittern;Bäder in Kamillenaufguss. Vielfach sich bildende Eiterherdeerforderten Einschnitte; langsamer Heilungsverlauf. Am 12. No-vember bei gutem Befinden zurückbefördert. Wurde geheilt.
89. K., Sekondlieutenaut: Gewehrschuss durch das rechteFussgelenk mit Zertrümmerung der Fusswurzelknochen.Kam im Reservelazareth Soest entkräftet an, doch trat Besserung |und schliesslich Heilung ein.
90. A. Z., Grenadier vom 3. Garde-Regiment zu Fuss:verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss Idurch das linke Fussgelenk. Die Kugel trat am vordemRande des inneren Knöchels ein und nach Durchbohrung!der Fusswurzel hinten am unteren Rande des äusseren!Knöchels wieder aus. Heilung.
Befund am 11. Mai 1871: Das Gelenk im rechtenWinkel steif, Auftreten schmerzhaft, Stiefeldruck nicht vei-tragen; Gang nur mit Hilfe von zwei Krücken möglich. Dauernganziuvalide, zeitig gänzlich erwerbsunfähig.
Im Jahre 1872 hatte die Gebrauchsfähigkeit des linke>Fusses bedeutend zugenommen; der Gang war uhm: Krückenund ohne Stock möglich.
1876: Auf beiden Knöcheln befinden sich grosse verwach-sene Narben, das Gelenk ist im rechten Winkel steif. Der ver-wundete Fuss ist um 1 cm kürzer als der rechte, die Unter-schenkel sind gleich lang. Der Ernährungszustand und dieMuskulatur sind an beiden Beinen ebenfalls gut. Der Fuss :völlig unbrauchbar. Dauernd gänzlich erwerbsunfähig, ftb«nicht verstümmelt.
91. H., Sekondlieutenant, verwundet am 30. Oktober 187(1bei Dijon: Schuss durch die rechte Fusswurzel mit Er-öffnung des Fussgelenks. Beträchtliche Schwellung, langwierigeEiterung; wegen Eitersenkungen Einschnitte. Am 3. Fcbi'iuu'