Band III. Spez. Theil.
VII. Abschnitt: Verletzungen des Pussgelenks.
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invalide, zeitig theilweise erwerbsunfähig. (Vergl. Evers,S. 384, No. 98.)
16. B. N, Musketier vom 8. Westfälischen Infanterie-Regi-ment No. 57, verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour:Gewehrschuss in den rechten Fuss mit Splitterung desinneren Knöchels und Ausgangsöffnung auf dem Fuss-rücken; ausserdem Fleischschuss durch die linke Wade. ImKriegslazareth Pont ä Mousson zunächst Karholsäureverband;am 24. August Gypsverband; starke Eiterung, Bildung vonEiterherden; am 28. August: Entfernung von kleinen Knochen-splittern, Lagerung in Heister'scher Beinlade. Am 27. Sep-tember bei gutem Befinden rückwärts befördert. Wurde geheilt.
17. C. K., Grenadier vom 3. Garde-Grenadier-RegimentKönigin Elisabeth, verwundet am 30. Oktober 1870 beiLe Bourget: Zerschmetterung des rechten innerenKnöchels durch Gewehrschuss. Am 30. Dezember wurdedie Kugel auf dem Fussrücken herausgezogen.
Am 17. April 1871 geheilt.
18. F. v. B., Major, verwundet am 18. August 1870 beiGravelotte: Granatsplitterwunde am rechten Fuss. Ab-sprengung des inneren Knöchels mit Beschädigungdes Gelenkes. Langsamer Verlauf.
16. August 1874: 5 cm lange, vom Fussrücken be-ginnende, etwas vertiefte und vollständig mit dem Knöchelverwachsene Narbe. Theilweise Steifheit des rechten Fussgelenks,wobei hauptsächlich die seitlichen Bewegungen durch Narben-spannung gehindert sind. Längeres Gehen und Reiten ist un-möglich. Schmerzen bei Witterungswechsel.
19. A. W., Musketier vom 8. Brandenburgischen Infanterie-Regiment No. 64 (Prinz Friedrich Karl von Preussen), verwundetam 16. August 1870 bei Mars la Tour: Gewehrschuss durchden rechten Fuss; Eingangsöffnung auf dem innerenKnöchel, welcher gesplittert ist, Ausgangsöffnung ander Ferse. Am 26. August im Reservelazareth Lübeck: Bildungmehrerer Eiterherde. Heilung am 28. Oktober beendet. Kannziemlich gut gehen.
20. O. I)., Soldat vom Sächsischen 5. Infanterie-Regiment(Prinz Friedrich August) No. 104, verwundet am 18. August 1870bei Gravelotte: Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk.Eingangsöffnung am gebrochenen äusseren Knöchel, Aus-gang hinten oberhalb des Fersenbeins zwischen inneremKnöchel und Achillessehne. D. wurde gleich nach der Ver-wundung ins Reservelazareth Zwickau übergeführt, wo wieder-holt Einschnitte wegen Eiterverhaltung gemacht wurden. Am12. Dezember geheilt. Im Sommer 1871 Badekur in Augustus-had; die Narben waren eingezogen, die Bewegung im Fuss-gelenk beschränkt.
21. W., Sergeant vom 3. Hannoverschen Infanterie-Regi--rrient No. 79, verwundet bei Mezieres: Gewehrschuss; die Kugel
zerschmettert)? den äusseren Knöchel des rechten Fuss-gelenks, verletzte das Gelenk und trat hinter dem innerenKnöchel aus. Heilung mit Verkürzung der Achillessehne, An-schwellung und Steifheit des Gelenks. Zeitig gänzlich erwerbs-unfähig. (Vergl. Berthold, S. 572, No. 11.)
22. M. Z., verwundet am 6. Oktober 1870: Gewehr-schuss ins rechte Fussgelenk. Eingangsöffnung an der Innen-
I Seite des Sprunggelenks, Zersplitterung des äusserenKnöchels, Ausgangsöffnung vorn vom äusseren Knöchel. Am12. Oktober: Ankunft im Reservelazareth Karlsruhe. Entfernung
[zahlreicher Splitter, mehrmals Eröffnung von Eiterherden.
[Anfang Dezember zwei Schüttelfröste, hohes, lang andauerndes
[Fieber; vom 25. Dezember 1870 bis 16. Januar 1871 Typhus;
Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. III. Ed. Spez. Theil.
Mitte Februar Wunden geheilt, vollständige Steifheit desGelenks. Nach Baden-Baden entlassen. (Vergl. Socin, S. 183,
No. 2.)
23. W. B., Füsilier vom Schleswig-Holsteinschen Füsilier-Regiment No. 86, verwundet am 30. August 1870 beiBeaumont:Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk, von vorn in derMitte des Gelenks nach aussen. Im Reservelazareth Gmünd am16. September starke Schmerzen und Schwellung, mehrere Eiter-herde eröffnet; Schwebe und Karbolsäureverband. 6. Oktober:Der Fuss hat die Neigung, sich nach aussen zu wenden, da deräussere Knöchel gebrochen ist. Im November nochBildung von Eiterherden und Herausnahme kleiner Knochen-splitter.
21. Januar 1871: Mit steifem Gelenk geheilt. Das Gehenwar etwas behindert, aber mit Hilfe eines Stockes möglich.
24. W. St., Unteroffizier vom Garde-Feld-Artillerie-Regi-ment, verwundet bei Sedan: Gewehrschuss in das rechte Fuss-gelenk. Die Kugel war an dem inneren Knöchel unterZerschmetterung desselben eingedrungen und wurdeam 21. September 1870 auf dem Fussrücken durch Einschnittentfernt, die Mittelfussknochen waren zerschmettert. Ab-stossung mehrerer Knochensplitter durch Eiterung.
Heilung Ende Mai 1871. Völlige Steifheit des rechtenFussgelenks und Spitzfussstellung, so dass der Gang nur mitHilfe zweier Krücken möglich ist.
Oktober 1871: dauernd gänzlich erwerbsunfähig, zeitigverstümmelt, zeitig untauglich zur Verwendung im Zivildienst.
12. Juli 1872: Am rechten Fusse über dem aufgetriebenen3. Mittelfussknochen und am inneren Knöchel je eine tief ein-gezogene verwachsene Narbe.
6. August 1879: Befund wie früher; der rechte Fuss inSpitzfussstellung, die Fusswurzelknochen und der innere Knöchelsind aufgetrieben, Schuss- und Einschnittwunde gut vernarbt.Wegen rheumatischer Beschwerden und Schmerzen in den Narbenalljährliche Badekuren. Allgemeinernährung gut, muskulös,gesundes Aussehen. Mit Hilfe eines Stockes steht St. ohne Be-schwerden auf der rechten Fussspitze.
25. R., Füsilier vom Ostfriesischen Infanterie-RegimentNo. 78, verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour:Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Die Kugel lief vomgebrochenen inneren Knöchel nach vorn und trat überdem äusseren Knöchel aus. Heilung. Gelenk etwas beweglich,Gang mit Hilfe eines Stockes auf dem Hacken. Zeitig gänzlicherwerbsunfähig. (Vergl. Berthold, S. 571, No. 9.)
26. W., Musketier vom Braunschweigischen Infanterie-Regiment No. 92, verwundet am 7. Januar 1871 bei Vendöme:Streifschuss an den rechten Unterschenkel und Gewehrschuss -bruch des linken inneren Knöchels; Austritt der Kugelaussen 5 cm über dem Gelenk. Heilung. Fussgelenk ge-schwollen, etwas steif, nur einige Zehen frei beweglich. Zeitiggänzlich erwerbsunfähig. (Vergl. Berthold, S. 572, No. 12.)
27. D., Musketier vom 7. Westfälischen Infanterie - Regi-ment No. 56, verwundet am 16. August 1870 bei Mars laTour:Gewehrschussbruch des linken äusseren Knöchels, mitSplitterung und Verletzung des Fussgelenks. Heilungmit Auftreibung des äusseren Knöchels, Anschwellung desGelenks und sehr erheblicher Beschränkung der Bewegung.Zeitig gänzlich erwerbsunfähig. (Vergl. Berthold, S. 572,No. 14.)
28. F. F., Ulan vom Schleswig-Holsteinschen Ulanen-Regiment No. 15, verwundet am 20. November 1870: Gewehr-schuss; Eintritt durch den äusseren, Austritt etwas
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