Band III. Spez. Theil.
VI. Abschnitt: Verletzungen des Kniegelenks.
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268. EL G., Grenadier vom Grenadier-Regiment KönigFriedrich Wilhelm IV. (1. Pommersch.es) No. 2, verwundet am26. Januar 1871 vor Beifort: Gewehrschuss quer durch dasKniegelenk. Eitersenkungen, Entfernung von Knochensplittern.Heilte bis Anfang Januar 1872 mit Steifheit des Gelenks.
269. F. H., Grenadier vom 4. Garde-Regiment z. F., ver-wundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Granatsplitter-verletzung des linken Kniegelenks. Heilte bis Juli 1871 mitSteifheit des Gelenks.
270. W. IL, Füsilier vom Leib - Grenadier - Regiment(l. Brandenburgisches) No. 8: Gewehrschuss durch das linkeKniegelenk. Heilung im Januar 1871 mit vollkommener Steifheit.
271. V. IL, Füsilier vom 1. Oberschlesischen Infanterie-Regiment No. 22, verwundet am 19. September 1870 vor Faris:Gewehrschuss durch das rechte Kniegelenk. Am 11. Januar 1871aus dem Reservelazareth Einbeck mit steifem Gelenk geheiltentlassen.
272. F. L., Grenadier vom 4. Garde - Regiment z. F.,verwundet am 18. August 1870: Gewehrschuss in das rechteKniegelenk. Heilte bis 1. November mit Steifheit des Gelenks,welche indessen durch Anwendung von Bädern wesentlich ge-bessert wurde.
273. G. M., Füsilier vom 2. Ostpreussischen Grenadier-Regiment No. 3, verwundet am 11. August 1870 : Gewehrschussdurch das linke Kniegelenk. Ende Oktober: Heilung mit Steif-heit des Gelenks.
274. C. B., Musketier vom (j. Ostpreussischen Infanterie-Regiment No. 43, verwundet am 14. August 1870 bei Courcelles-Chaussy: Gewehrschuss durch das linke Kniegelenk. Heilte bisAnfang Februar 1871; es blieb unvollkommene Steifheit undAbmagerung des ganzen Beines zurück.
275. F. Z., Musketier vom 6. Pommerschen Infanterie-Regiment No. 49, verwundet am 2. Dezember 1870 beiVilliers: Gewehrschuss. Eingangsöffnuug an der Ausseuseite desrechten Knies. Das Geschoss ging durch das Gelenk und wurdean der Innenseite desselben herausgeschnitten. Gypsverband.Geringe Eiterung, Ausstossung von Knochensplittern. Am20. Juni 1871 geheilt; das Gelenk ist nicht vollkommen steif.
276. S. L., Musketier vom 3. Hessischen Infanterie-Regi-ment No. 83, verwundet am 6. August 1870 bei Wörth: Ge-wehrschuss durch das rechte Kniegelenk. Wurde am 1. August
1871 aus dem Reservelazareth Cassel geheilt entlassen; es be-stand knöcherne Verwachsung des Kniegelenks in gestreckterStellung, das Gehen war sehr behindert, auch die Bewegungendes Fussgelenks nicht ganz frei.
277. A. K., Gefreiter vom 3. Garde-Regiment z. F., ver-wundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussbruchdes rechten Kniegelenks. Im Oktober 1871 im ReservelazarethBonn bestanden fünf Fisteln, von denen eine ins Gelenk, dieanderen auf Knochen führten; wiederholte Herausnahme vonKnochensplittern, mehrere Male Rose. Schliesslich im April 1872Heilung mit Steifheit, Krümmung nach aussen, welche durchSchienen nicht zu beseitigen ist; geht mit Krücken.
2/8. E. S., Sergeant vom Hessischen Füsilier-RegimentNo. 80, verwundet am 6. August 1870 bei Wörth: Gewehr-schuss quer durch das linke Knie. Im Reservelazareth Wies-baden noch im Juli 1871 mehrere tiefe Fisteln; im Februar
1872 entlassen. Befund: Bein sehr abgemagert, Knie kann bis150 gebeugt und gestreckt werden; am inneren Knorren nocheine Fistel; S. geht am Stocke.
279. v. Seh., Premierlieutenant. Knieschuss mit Knochen-zerschmetterung. Herausnahme einzelner Knochensplitter; festeVerbände, allgemeine Bäder, Einspritzung vfm Chaniillenaufguss.Wurde mit Gelenksteifigkeit geheilt und invalidisirt. (Vergl.Heyfelder, S. 44,No. 13.)
280. Seh., Gefreiter vom 3. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 16, verwundet am 16. August 1870 bei Mars laTour: Gewehrschuss an das untere Drittel des rechten Ober-schenkels, auf der Vorderseite beginnend und nach Durch-bohrung des Kniegelenks unterhalb der Kniescheibe endigend;Endo Februar 1871 Heilung mit völliger Steifheit des Gelenks.(Vergl. Berthold, S. 564.)
281. Seh., Grenadier vom 2. Ostpreussischen Grenadier-Regiment No. 3, verwundet am 14. August 1870 bei Courcelles-Chaussy: Gewehrschuss ins rechte Knie. Im Feldlazareth heiltedie Wunde ohne besonderen Zwischenfall. Am 17. Oktober imReservelazareth Saarlouis geringe Schwellung des beweglichenGelenks. Wurde geheilt.
282. 0. S., Füsilier vom 1. Magdeburgischen Infanterie-Regiment No. 26, verwundet am 30. August 1870: Gewehr-schüsse durch das rechte Kniegelenk und die linke Wade;aus dem Reservelazareth Sondershausen am 10. Novembergeheilt entlassen.
283. M. P., Füsilier vom 8. Rheinischen Infanterie-Regi-ment No. 70, verwundet am 19. Januar 1871 bei St. Quentin:Gewehrschuss durch das rechte Knie von aussen nach innen.Im Feldlazareth zu Essigny le Grand grosse Schmerzhaftigkeit,Gypsverband. Am 31. Januar ziemlich reichliche, gutartigeEiterung. Am 7. Februar Eiterherd eröffnet. Am 2. März gutesBefinden, Ueberführung in die Heimath. Wurde geheilt.
284. F. L., Füsilier vom 6. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 55, verwundet am 27. September 1870: Gewehr-schuss durch das linke Kniegelenk. Eingangsöffnung etwasoberhalb des äusseren, Ausgangsöffnung unterhalb des innerenKnorrens. Lagerung in Drahthose, Eis. Am 5. Oktober ge-ringes Fieber; am 13. November nach überstandenem leichtenRuhranfalle bei vorgeschrittener Heilung heimwärts befördert.Wurde geheilt.
285. J. M., Unteroffizier vom Kaiser Franz Gardc-Grena-dier-Regiment No. 2, verwundet am 30. Oktober 1870 bei LeBourget: Zerschmetterung beider Kniegelenke durch Granate.Rechts wegen starker Blutung Unterbindung der Knie-kehlen Schlagader, links ausgedehnte Splitterung der Knorren.Im Feldlazareth Villiers le Bei: wegen hochgradiger Blutarmuthund Entkräftung unterblieb die durch die Art der Verletzungnothwendige Doppelamputation. Am 1. November: Brand desrechten Unterschenkels; am 7. November: starke Jauchuug,Kieferklemme. Am 8. November: Tod. (Im V. Bande diesesBerichtes nicht aufgeführt.)
286. A. R., Füsilier vom 4. Magdeburgischcn Infanterie-Regiment No. 67, verwundet am 3. Dezember 1870 vor Beifort:Theilweise Zerschmetterung beider Kniegelenke durch Granat-splitter. Die Doppelamputation, welche nothwendig erschien,wurde nicht ausgeführt. R. starb am 22. Dezember im Feld-lazareth an Pyämie.
287. A. A., Musketier vom 2. Posenschen Infanterie-RegimentNo. 19, verwundet am 19. Januar 1871 bei St. Quentin: Ge-wehrschuss ins rechte Knie. Wegen starker Schwellung undSchmerzhaftigkeit Eisumschläge, die gute Dienste leisteten:hohes Fieber. Am 3. Februar wegen bedeutender Blutung Unter-bindung der Schenkelschlagader. Am 6. Februar Kose