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VII. Kapitel; Verwundungen der grossen Gelenke.
Bund III. Spei. The».
E. (No. 293) in der 5. Woche, ferner nach l'/a und2 Monaten, nach vorausgegangener starker SchwellungH. und Seh. (No. 198 und 311): W. (No. 178) wareiner Reihe ungünstiger Einflüsse ausgesetzt, bis nach3Va Monaten das Ende eintrat. 4 Wochen nach der Ver-wundung ging er auf einen Monat in Französische Pflegeüber; durch die Ueberführung wuchs die Erschöpfung, weiter-hin entstand ein Druckbrandgeschwür und unter zu-nehmender Jauchung wurde schliesslich der Unterschenkelbrandig. An Phlegmone starb in der 3. Woche J.(No. 215), an Wundrose W. (No. 179), desgleichen A.(No. 287) nach vorangegangener Unterbindung der Schenkel-schlagader, ausserdem der Franzose G. (No. 255), nachdemder ausgedehnte Bruch des Schienbeinkopfes völlig ver-heilt war.
Nachblutungen führten 4 mal den Tod herbei: G.(No. 226) starb in der 6. Woche nach der Verwundungdurch Verblutung aus der Kniekehlenschlagader, nachdem2 Tage vorher wegen starker Blutung die Unterbindungin der Wunde gemacht war. Bei W. (No. 290) vermochtedie am Tage vor dem Tode gemachte Unterbindung derSclrenkelschlagader den ungünstigen Verlauf nicht aufzu-halten ; bei B. (No. 305) trat die tödtliche Blutung nach einerUeberführung ein, bei R. (No. 202) bildete die Blutungden Abschluss hochgradiger Pyämie in der 3. Woche.
Erschöpfung findet sich 20 mal als Todesursacheverzeichnet. Z. (No. 309) hatte ausser der Kniewundenoch einen Schussbruch im oberen Drittel des Oberschenkelsund W. (No. 42) Haarseilschüsse an Hüfte und Oberschenkel-davongetragen; der Tod erfolgte bei diesen Beiden am 14.bezw. 16. Tage. Ganz plötzlich trat am Morgen des 18. TagesKräfteverfall ein bei Z. (No. 203), der noch am Abend des-selben Tages verschied. Bei den übrigen 17, welche imVerlaufe des 2. und 3. Monats (No. 195) starben, war dieEntkräftung wesentlich Folge der verzehrenden Eiterung.Z. und H. (No. 139 und 183) hatten sich ausserdem durch-gelegen, E. (No. 206) Ruhr, Seh. und v. H. (No. 241und 247) Phlegmone durchgemacht.
Pyämie raffte 107 Verwundete hin, = 64 § der Ge-storbenen, deren Todesursache bekannt ist. Schon inner-halb der 2. bezw. 3. Woche starben 8 Mann (No. 120, 187,188, 200, 208, 216, 319, 324). Bei J. (No. 188) hatten sichHypostasen in den Lungen gebildet, welche Lungenödemherbeiführten; S. (No. 216) hatte mehrmals Blutungen ge-habt; bei K. und Seh. (No. 187 und 200) war sehr schnellfaulige Zersetzung in der Wunde eingetreten, wie die Gas-bildung unter der Haut 3 bezw. 7 Tage vor dem Tode
erkennen liess. Derartige Luftansammlung unter der Hautbezw. im Gelenk wurde auch bei A. (No. 88) 11 Tage undbei B. (No. 306) 5 Wochen vor dem Ableben beobachtet.Die grösste Sterblichkeit herrschte in der 3. bis 6. Woche:es endeten im Verlaufe der 3. Woche 16, innerhalb der4. Woche 17 Mann, nach rund 4 Wochen 24, nach 6 Wochen17, ferner nach 2 Monaten 13, nach 2V« Monaten 2 (No. 8,40), während R, (No. 180) erst nach 3 und K. (No. 213)nach 3 1 ,2 Monaten starb. 8 mal fehlt die Angabe desl'odestages.
In den Lazarethen des Kriegsschauplatzes verschieden203, im lnlande 119 Verwundete. Bei 45 Todesfällen wardas Lazareth nicht angegeben.
Die Todestage und Todesursachen der zuwartendbehandelten Deutschen finden sich nachstehend zusammen-gestellt.
1. Zeitdauer bis zum Tode.Es starben:
am 1. bis 3. Tage nach
der
Verwundung . 4
4 7
. 13
» • 55 ' • 55 55
55
55
in der 2. Woche „
55
ij
. 24
3
. 49
55 55 "• 5- 55
55
4
. 37
V 55 ^ - 55 55
55
F,
55 55 "• 55 55
55
55
. 48
nach der 5. Woche „
55
55
. 107
. . . 85
Summe 367
2. Todesursache.Es starben an:
Pyämie und Septicämic . . . 107
Kieferklemme und Starrkrampf . 5
Nachblutung....... 5
Hospitalbrand....... 2
Brand......... 7
Rose.......... 2
Phlegmone........ 1
Erschöpfung....... 20
Ruhr........... 4
Typhus ......... 4
Pocken ......... 1
Lungenentzündung..... 3
Rachendiphtherie...... I
ohne Angabe....... 205
Summe 367