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1 (1910) Althochdeutsche Schriftdenkmäler des IX. bis XI. Jahrhunderts
Entstehung
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THFEL XIII.

GEBET DES OTLOH.

Cod. lat. 14490 (Em. E. 113) enthält in eigenhändigerNiederschrift Werke des Benediktiners Otloh, der, aus demFreisinger Sprengel gebürtig und in Tegernsee ausgebildet,seine Haupttätigkeit von 1032 bis 1063 und von 1067 bis zuseinem Tode in Regensburg als Schriftsteller und als Vorsteherder Klosterschule von St. Emmeram entfaltete. Blatt 161 v bis163v steht ein deutsches Gebet, das in dieser HandschriftBlatt 51 r54 r und 158v161 v in zwei verschiedenenlateinischen Fassungen nochmals vorkommt; von diesen istdie erstere eine Verkürzung der zweiten. Wie schon die Über-schrift besagt, ist die deutsche Bearbeitung ebenfalls ein Auszugaus dem längeren lateinischen Gebet. Sie ist in St. Emmeramwahrscheinlich nach 1067 geschrieben.

Zum ersten Male wurde das Gebet 1721 von Pez gedruckt.

Vgl. Pez, Thesaurus Änecdotorum I, 1, Sp. 417420.Müllenhoff-Scherer 5 Nr. LXXXIII. Pauls Grundriss* II,1, S. 150. Kelle II, S. 50 f. Wattenbach, Geschichtsquellen ' II,S. 60 ff. Chroust, Monumenta Palaeographica III, 7. 8.