219:
auf dem bewaldeten Höhenrücken, der sich östlich und süd-lich von der gegenwärtigen Chaussee nach Mainz befindet,und zieht, im Allgemeinen noch sehr gut erbalten, oberhalbder Rentrischer Höfe , St. Ingbert etc. über die Ruinen deruralten Burg Kirkel nach dem ehemaligen
VVörsch weiler Kloster auf der rechten Seite derBlies, den Höfen Schwarzenacker gegenüber.
Auf dem Plateau dieser nach drei Seiten steil abfallendenHöhe, worauf das ehemalige Cisterzienser Kloster und gegen-wärtig der Oberwörschweiler Hof liegt, befand sich einerömische Befestigung, die wahrscheinlich die nächste Etappeauf der Strasse von dem Herappel m ) aus bildete. Unter denRuinen des Klosters haben sich noch viele Ueberreste römi-scher Mauern, mehrere römische Brunnen etc. erhalten. DieAusdehnung der römischen Umfassungsmauer, deren Ueber-reste den grössten Theil des Plateaus einnehmta, so wiedie grosse Menge von Münzen, Waffen etc., die qpch fort-während hier gefunden werden, beweisen, dass diese Befesti-gung eine grössere Ausdehnung hatte. Bei den gegenüber ^liegenden Schwarzenacker Höfen, auf der linken Seite derBlies, befand sich der Bcgräbnissplatz der Besatzung.
Die weitere Fortsetzung dieser Römerstrasse hat der jj^iLVerf. nicht aufgefunden. Es scheint jedoch ausser Zweifel, v
dass dieselbe nach Mainz geführt und die Verbindungzwischen diesem Orte und Metz gebildet hat.
Ergänzung. „Die Römerstrasse von Metz nach Mainz
194) Eine andere Römersh'asse, die ebenfalls vom Herappel gekommenzu sein scheint, ist bei Guidingen über die Saar gegangen, wosich noch in dem Flusse die Ueberreste eines römischen Brücken-pfeilers befinden, um welche sich gegenwärtig eine kleine Inselgebildet hat. Der Verf. hat die Ueberreste der Strasse vonGuidingen über ilimbach, Ixheim bis auf die Höhe von Pirmasensverfolgt. Blieskastel, welches gewöhnlich für einen römischenOrt gehalten wird, verdankt seinen Ursprung dem Mittelalter,