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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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3. Die römische Rheinbrücke bei Mainz. Manhat bis jetzt 18 Pfeiler von dieser Brücke in dem Rheineund die Ueberreste von drei andern bei Erbauung des Zeug-hauses unter der Erde gefunden. Sie stehen 64' von ein-ander und sind 36' dick. Da auch auf der Seite von Castelfrüher einige gefunden worden sein sollen, so führt diesesauf die Vermuthung, dass der Rhein, zur Zeit der Römer,hier eine grössere Breite hatte, oder, was wahrscheinlicherist, dass diese Brücke sehr hoch war und dass daher aufbeiden Ufern Pluthbogen standen. Die Richtung dieser Pfeilergeht von der südöstlichen Ecke des Zeughauses in geraderRichtung nach dem Thurme von Castel. Die Erbauung dieserBrücke hat man früher dem Drusus zugeschrieben, bis man_^r «bei dem kleinen Wasserstande in dem Winter von 1818 aufeinem der Brückenpfeiler einen 4' langen uud 3' breitenStein 150 i) mit dem Zeichen der 22. Legion lßl ) gefunden hat.

1W ) mii

S. 5 sagt Klein:der Name Biolielstein wird wohl am bestenvon seiner Gestalt abgeleitet, die, ehe die Spitze abgebrochenwar, einer Eichel nicht unähnlich sah". Fr.150) Nach einer Notiz des Verf. aus den Annalen des Ter. fürNass. Alterth. Kunde etc. Bd. 2- Heft 3. v. 1837. S. 233. wird es als sehr gewagt hingestellt, den hier erwähntenStein mit dem Stempel der 22. Legion als Haupturkunde desrömischen Brückenbaues zu betrachten, und vielmehr durchdaselbst entwickelte Gründe dargethan, dass die noch vor-handenen Pfeiler-Ueberreste nur von der Brücke Karls d. Gr.herrühren können, mit welcher Ansicht auch Prof. Braun inMainz (vgl. Jahrb. H. II. S. 36 ff.) völlig übereinstimmt. Der-selbe hat übrigens den qu. Stein, welcher 1819 (nicht 1818)von Schiffern nicht auf einem der Brückenpfeiler, sondern mitandern Quadern mehr am Casteler Ufer, nahe unterhalb derSchiffbrücke, und also etwas weiter oben als die Pfeilerlinieim Rheine anzeigt, gefunden worden ist, sogleich an Ortund Stelle für die städtische Sammlung angekauft. Vgl. ausser-dem Jahrb. H. III. S. 197 ff. [Vor allem ist zu vergl. in der