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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Seitenstrassen von Nro. 5. a) Eine halbe Stundenordöstlich von Esch geht eine Seitenstrasse von Nro. 5ab, und führt noch sichtbar über Polbach, Clausen, auf dieHöhe des steilen linken Thalrandes der Mosel oberhalbFerres. In diesem Orte hat sich die Sage erhalten, dass inalten Zeiten hier eine grosse Strasse über die Mosel geführt,wovon der Ort seinen Namen erhalten habe. Es finden sichauch wirklich noch bei Ferres in der linken Thalwand derMosel die Spuren einer in die Felsen gebrochenen Strasse.Diese Römerstrasse, die hier über die Mosel führte, kamtheils von Neumagen , theils war es die Fortsetzung der-jenigen, die vom stumpfen Thurme herabkam.

b) Eine zweite Seitenstrasse geht von Nro. 5 bei Hont-heim nördlich ab , und führt auf der Höhe zwischen demOes- und Alfthale nach Strotzbüsch, wo sie verschwindet.

Einzelne Spuren einer Römerstrasse hat der Verf. beiMehren, bei Daun, bei Pelm (bei allen diesen Orten findensich Ueberreste römischer Anwesenheit) aufgefunden. Wahr-scheinlich sind diese wenigen Reste die Fortsetzung jenerStrasse, welche nach der Strasse von Trier nach Cöln ge-führt zu haben scheint 64 ).

Auf der Höhe nördlich von Alflen finden sich die Spuren

64) Anfänglich hielt der Verf. den in der Eifel unter dem Namender Kohlenstrasse , Weinstrasse, Grünstrasse'' bekannten undvielfach benutzten Weg, welcher von Mehren auf der Wasser,scheide, und ohne ein Thal von Bedeutung zu passiren, anden höchsten Basaltkegeln der Eifel (dem Hochkelberg, derNurburg, der Hohacht und dem Kaltenborn) vorbei nach demRhein- und Ahrthale bei Sinzig führt, für die Fortsetzung obi-ger Römerstrasse. Nähere Untersuchungen haben jedoch er.geben, dass jener keine Römerstrasse, sondern ein natürlicherungebauter Weg ist, der, weil er durchgängig auf Felsgrundund auf der Höhe fortläuft, zu jeder Jahreszeit, ausgenommenbei hohem Schnee, passirt werden kann.