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Alle diejenigen, welche bis jetzt über römische Alter-thümer in hiesigen Gegenden geschrieben haben, sind ohneeigene Untersuchung der Meinung von Hontheim gefolgt,welcher diese Römerstrasse von Trier über Igel nach Nöwelhat gehen lassen. Abgesehen davon, dass sich von Igelnach Nöwel auch nicht die geringsten Spuren einer Römer-strasse vorfinden, so lag auch ein so grosser Umweg nichtim Charakter des römischen Strassenbaus. Der Verf. hatzwei Römerstrassen aufgefunden, welche aus dem Moselthatebei Trier den linken Thalrand hinaufführen und sich aufder Höhe von Nöwel vereinigen. Beide sind fast durch-gängig noch sichtbar und zum Theil wohl erhalten.
a) Die Hauptstrasse ging von der Moselbrücke in derRichtung des alten Weges, der vor Anlegung der neuenChaussee von Trier auf die Höhe des linken Thalrandes indie Gegend des neuen Hauses führte, oder vielmehr diesersogenannte alte Weg war grösstentheils die Römerstrasseselbst. Sie ging durch Pallien, wo sie durch Felsen ge-brochen ist; jenseits dieses Dorfes führte sie über den Bach,der sich, über Felsen herabstürzend und eine Reihe vonKaskaden bildend, bei Pallien in die Mosel ergiesst. Aufder linken Seite dieses Baches war sie wieder auf einelängere Strecke durch Felsen gebrochen. Diese Stelle istseit 2 Jahren (1826) durch Anlegung eines Weinberges zer-stört worden. Von hier wendet sie sich links und führt aufeiner neuen steinernen Brücke über einen Bach, der sich20 Schritt weiter unterhalb 80' hoch von einem Felsen her-abstürzt, und geht von jetzt an durchaus sichtbar und nocherhalten an der westlichen Seite der tiefen Schlucht auf-wärts, an deren östlichen Seite die neue Chaussee angelegtist. Bei dem Neuenhause 29 ) wird letztere zweimal von ihrdurchschnitten, und eine halbe Stunde von Nöwel nimmt
29) Vgl. Jahrb. H. III. S. 56 ff. und S. 72 und H. XIII. S. 23.