236 Rückschlüsse.
1540 nu hilff uns durch din reines plnt,durch dine heren wunden,das wir frolichen werden funden,da süsse ist der engel don,in dein (1. dim) riche: kyrieleison!'
2285 do hüben sie alle
gegen got mit schalle:
'nu helff uns das heilige grab
und der sich durch uns darin gab,
mit synen herren wunden,2290 das wir tzu Jherusalem funden
werden froliche
und in dem hymmelriche
god gebe uns den werden Ion,
und singen: kyrieleyson!'
Das dritte Stück steht für sich:3 i6 4 do man den kil absties,
selber hub an der jungeling:
'wir lassen alle unser ding
an das heilige kint,
des hymmel und erde alle sint,
den die unvollobte dar,3170 sin muter Maria gebar;
nu helff uns der heilant,
das wir komen in sin lantl
wir farn, Crist, in dinem namen,
nu MIß uns in din rieh! Amen.'
Die erste Frage wäre, wie weit diese Aufzeichnungen über-haupt den Anspruch machen können, als echte Pilgerliedergenommen zu werden, und wie weit die Hand des epischenDichters im Spiele ist. Wer spätere Pilgerlieder kennt, für dengenügt ein Blick, um festzustellen, daß Ulrich von Eschen-bach J ) hier nicht frei erfunden hat, sondern sich an echteStücke hält. Das ist am handgreiflichsten bei den Versen 4539 ff •
') Daß Ulrich von Eschenbach tatsächlich, der Verfasser des Ernst Dist, unterliegt für mich keinem Zweifel mehr nach den Untersuchungen vonHans-Friedrich Rosenfeld, Herzog Ernst D und Ulrich vonEschenbach, Leipzig 1929.