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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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Der Einzugsleis (Lied II).

Nun ist die Straß also bereit /Die vns zu Vnser Frauwen treit /In Vnser lieben Frauwen Landt jNun helffe vns der Heilandt.

Wir wollen die Büß annemmen /Daß wir Gott desto baß gezimmen jDort in vnsers V alters Reich]Des bitten wir dich alle gleich ISo bitten wir den Heilgen Christ /Der aller Welt genedig ist.

Von Interesse ist vor allem der Eingang. Die Umänderunge titspringt offenbar einem Mißverständnis der originalen Lesart;Sle Wurde genommen als Nu ist die betevart, so herre Crist reit£ / Der so verstandene Text wurde in ein Reimpaar gebracht.Auch bei den beiden übrigen Texten finden sich die stärk-en Abweichungen in der ersten Strophe, die nach Inhalt undJorm am meisten Anlaß zu literarischen Besserungen gab. Bei^ertzog heißt sie:

Nun ist die Bettefahrt Herr dir so angenem /Als da Christus selbst ritte gehn Jerusalem.Er fuhrt ein Creutz in seiner Handt /Nun hilff vnser lieber Heyland.Wiederum schimmert die ursprünglichere Lesart deutlich durch,u nd wiederum hat das Mißverstehen des adj. her an der Ände-rUn g teil; das ist begreiflich, da das adj. im späteren Mittelaltereraltet und sich nur auf mitteldeutschem Boden in einzelnenVe ndungen in die nhd. Zeit herübergerettet zu haben scheint(s. DWb.).

Bei Eysengrein endlich heißt der Eingang:Herr Christe hilff zu ewigem /

Er für selbs gen Hierusalem /Vnd trüg ein Creutz in seiner handfNun hilff vns lieber Hailand /krupellose Umdichtung erzwingt hier ebenso den Reim wieen Wechselton. Die folgenden Strophen lehren das gleiche:'ysengrein hat aus dem alten Volkslied ein Stück in Knittel-Ve rsen gemacht.

Alle drei Fassungen lassen sich unschwer an Königshofen