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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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186 Die deutschen Geißlerlieder.

anknüpfen, wobei freilich daran zu erinnern ist, daß seineChronik in mehreren Redaktionen verbreitet wurde. Nach demUnterschied der letzten Zeile stellen sich Wurstisen und Hertzogmit genädig zur Redaktion B, während Eysengrein mit gewalltA oder C folgt. Überhaupt stehen Wurstisen und Hertzog meistzusammen gegen Eysengrein. Anderseits gehen in einzelnenZügen alle drei Texte miteinander gegen die alte Überlieferungder Königshofenschen Chronik (in V. 3, bereit V. 9, annem^ 1V. 13); aber wenigstens die ersten beiden dieser Lesarten bietetauch der jüngere Text Königshofens, der der SchilterschenAusgabe zugrunde lag (Schilter, Die älteste Teutsche ... Chronickevon Jacob von Königshoven, Straßburg 1698, S. 297), so daßalso die Überlieferung des 16. Jh.s nicht aus dem Kreise Königs-hofens hinausführt. Es lohnt bei unserer Fragestellung nicht,der Überlieferungsgeschichte dieser jungen Texte im einzelnennachzugehen. Entscheidend ist die Tatsache, daß sie keineneue Überlieferung darstellen, die unterschiedlichen Fassunge ndes Eingangs also nicht etwa Zeugnisse für volksliedmäßig eWeiterbildung des Einzugsleises abgeben. Das Verdeutlichungs-bedürfnis bei Wurstisen und Hertzog, der papierne Reim beiEysengrein sprechen von vorn herein dagegen, ganz abgesehendavon, daß bei einem Volkslied die Eingangszeilen am festestenzu stehen pflegen.