Der Einzugsleis (Lied II). inn
Daz du an dem crutze vergoßen hastUnd uns in deme eilende geloßen hast!
9 Nu ist die stroße also breitDie uns zu unserre lieben frowen treit,In unserre lieben frowen lant.Nu helf uns der heilant!
Wir sullent die büße an uns nemen,Daz wir gote deste bas gezemenis AI dort in sines vatter rieh.
Des bitten wir sünder dich alle gelich.So bitten wir den vil heiligen CristDer aller der weite gewaltig ist.
16 wir dich sunder alle Hs. 17 Vor crist ist geist unterpunktiert.
"■ 241; doch auch im 14. Jh. noch in Schwang, vgl. Liliencron Histor. Volksl. 1,Nr. n , 77.
5 Alte, mannigfach abgewandelte Gerippzeile, öfter in Verbindung mitZeile 6; schon im volksmäßigen Kreuzlied: Crist herre, du bist guot, Nu hilfuns durch din reines bluot s. u. S. 235 f.; ähnlich bis in junge Rufe, vgl. Wack. 2,Nr. 1103 Anfang. Crist, du bist milde unde guot begann eine Gesangseinlagew einem Spiel von Marien Himmelfahrt, Mone Altt. Schauspiele S. 35, V. 501;lr i mystischer Liederdichtung versüßlicht: Got der ist sowunneclich; Golcs minnedie ist so zart (Hoffmann von Fall. Kirchenl. Nr. 25, S. 96); doch behauptetSlc h das Adj. gut, über den Wechsel des Subjekts hinaus: Jesus minne die sint£ u ot v. d. Hagen Minnes. 3, 468°°; Sunt Johans minne diu ist gut Uhland Volksl.S- 821; Der zart fronleichnam der ist gut Hoffmann v. Fall. Kirchenl. S. 503;■Meditieren daz ist gut ebd. S. 95. Doch auch die Fassung unseres Textes mußa lt sein; das erweist eine Freidankstelle, die erst von hieraus voll durchsichtigwird: Die beteverte wseren guot, Verkerten sie niht reinen muot An manegemWanne ietner me, Der dar nach besser ist dan e 133, 17. Das soll offenbar eineAnspielung auf einen Bittfahrtleis sein, der mit unserm die erste Zeile teilte.
6 Vgl. Wack. 2, Nr. 1099; Nr. 1182, 17 f.; Uhland Volksl. Nr. 309 A Str. 6.
11 ff. bieten Bilder und Wendungen, die in späteren Litaneien unüblichSlr »d. Gewöhnlich ist des vaters lant für das Himmelreich in Wendungen wie
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