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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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137
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Die Liturgie (Lied i). -ton

Melodie von 115 f. aus bestimmt ist. Dann also läge nichtei ne spontane Wucherung der Schlageformel vor, sondern eineVerknüpfung bereits geformter Zeilen, die durch die Ähnlich-st ihres rythmischen Maßes begünstigt wurde.

Was endlich den Zwischenteil anlangt, so heben sich3942 und 4346 fühlbar voneinander ab. Jenes Stück hatetwas Eigenständiges und hängt innerlich eng mit dem Auf-treten der Geißler zusammen; dies ist allgemeingültiger, trotzdem Hinweis auf den 'gehen tot', der von Haus aus nichtsm it dem großen Sterben zu tun hat (s. Anm.). Deshalb läßtsich jenes Stück nicht in eine breite gleichgeartete geistlichePhraseologie einreihen, wenn es auch an Vergleichbarem nichttehlt; dies dagegen besteht aus lauter geläufigen Rufzeilen,^ e massenhaft belegbar sind (s. Anm.). Aus dem Hinweisauf die Pest darf man den Schluß ziehen, daß erst der Geißler-gesang des Jahres 1349 dies Stück geformt hat. Ob aber inei *iem Guß, ist durchaus fraglich: 4346 kann verflachende^ängung der ausdrucksstarken Strophe 3942 sein.

Die Geißlerbewegung dehnte sich in Süddeutschland imWesentlichen von Osten nach Westen aus (vgl. besonders die? S. 17 f. angeführte Stelle aus der Geißlerpredigt bei Closener).

a nach sollte man erwarten, daß sie am Rhein um einiges

Pater auftrat als im Schwäbischen, daß also eine in Straßburg

au fgezeichnete Fassung der Lit. gegenüber einer Reutlingischen

as geistliche Volkslied um einiges weiterentwickelt zeigen

^Üßte. Das ist tatsächlich der Fall. Aber die Daten scheinen

u "widersprechen: Hugo hat die Lit. im August 1349 aufgezeichnet

^ s ; S. 106); Closeners Bericht hält sich an Geißlerscharen, die

le *zehen naht noch sungihten oder uf die mosze (S. 105), also

Jedenfalls noch im Juli in Straßburg auftraten. Aber das

a ren offenbar die ersten Geißler, die in der Stadt eintrafen;traßburg ist indessen sehr viel länger von fahrenden Bruder-chaften heimgesucht worden. Und der zeitliche Widerspruch°r>nte sich so lösen, daß Closeners Dokumente über die Geißler,le Predigt wie die Lieder, entgegen seiner Angabe nicht vonen ersten in Straßburg auftretenden Geißlern stammten. Eslr d noch deutlich werden, daß sie keineswegs, wie sie sich»eben, auf unmittelbare Beobachtung zurückgehen. Jedenfallser tritt C in manchen Zügen greifbar eine jüngere Fassung