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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
Entstehung
Seite
123
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Die Liturgie (Lied i). 190

v °n Reutlingen zusammen mit ihren Melodien aufgezeichnet,^as hat Paul Runge entdeckt, ihm verdanken wir auch dieEdition der Geißlerliedermelodien. In der ersten BekanntgabeUnd im ganzen wohl zutreffenden Würdigung dieser Melodienle gt das eigentliche Verdienst seines Buches.

Die Neumierung erscheint in der Hs. in doppelter Form: z. T.s md die Notenzeichen auf ein meist vierliniges Schema geschrie-" en , z. T. stehen sie im laufenden Text ohne jede Linienhilfey ber den einzelnen Silben der Liedworte. Hugo verfährt dabeiganz regelmäßig so, daß er für jedes Lied oder innerhalb derLit. r jeden neuen musikalischen Satz die Melodie zunächstv °lHg deutlich mit Hilfe des Liniensystems notiert; erst wennlr >nerhalb des Liedes oder der Liedteile, gewöhnlich strophen-We ise, die Melodie sich wiederholt, begnügt er sich mit der zweitena ndeutenden Bezeichnungsweise. Nur die Melodie des erstenLiedes seiner Aufzeichnung (für uns Lied II) ist durch alleatrophen auf Linien gegeben. Hugos Notierungsweise ist auchür die Untersuchung der Liedtexte von größter Wichtigkeit:uenn auf die Art ist es möglich, die Lieder nicht nur nachtrophen, sondern auch nach Strophengruppen zu gliedern,"j^ch innerhalb der Strophen die Unterabteilungen zu erkennen.le Neumenzeichen der Hs. sind in der Hauptsache Virga undUn kt, dieser ganz deutlich Ausdruck der fallenden Tonbewe-° Un g; zumindest ist das seine wesentlichste Aufgabe. Neben'machen Ligaturen begegnen außerdem einige Plikenzeichen,ie Runges Wiedergabe z. T. ausgleicht. Sein Abdruck gibtle Neumen in Choralnotenschrift, läßt aber obgleich im groben^reichend die nötige Sorgfalt vermissen, im kleinen wie imgroßen. Zu beanstanden ist vor allem, daß Runge wiederholta kte in Liniennotierung gibt, die in der Hs. überhaupt nicht.r nur mit ihren Anfangsnoten stehen, anscheinend bloß umle -Druckzeilen zu füllen 1 ). Mag es sich dabei auch um Wieder-bringen schon vorher in der Hs. gegebener Melodiesätze han-eln . der Benutzer erhält ein falsches Bild, das um so irre-ü hrender ist, als Hugo auch gleichgeordnete melodische Zeileneineswegs immer völlig übereinstimmend notiert. Ein weiterer[i ßstand besteht darin, daß Runge bei der Wiedergabe der

Es fehlt die Liniennotierung auf S. 30, Reihe 7, zweiter Takt vonS. 31, Reihe 8, zweiter Takt; S. 40, Reihe 4 von des hilf an und Reihe