Die Liturgie (Lied i). jai
«6s jehen ends H. Sachs i, 321 Keller; mit dem gleichen Bezug auf den Unter-Sang Jerusalems: Der gähe Todt regiert bey ihn Wack. 2, S. 966, 30. Auch die inJüngeren Rufen häufigere Verkuppelung von jäher Tod mit Pestilenz und ährt-'chen Begriffen empfängt von hier aus Licht: Vor Seuchen und vor kranckhait■bös, Vorm gähen todt uns auch erlösz Wack. 5, S. 1175, 21 (Veit Lauch); ähnlichWack. 2, Nr. 1169, 7. 1171, 17. Dergleichen noch in Litaneien jüngsten Datums.
47 Maria stundt in großen Nöthen (: tödten) Ruf in Beuttners Gesangb.Wa <*. 2, S. 98, 295.
51 Des helf uns Maria, diu himelisch künigin Uhland Volksl. S. 823.
60—62 Vil lybes Itint, gewer mich Durch dine gute, dez bit ich dich Spiel von
"larien Himmelf. bei Mone S. 47; Meyn aller liebster sun, ichpilte dich Zu dem
"ritten mal, gewere noch mich geistl. Spiel bei Schönbach Marienkl. S. 69, V.
39 f.; dem entspricht noch genauer die Interpolation in Closeners Text V. 66 f.
74 Du w&g, assoziativ neben dem wocherere gut verständlich, wird dasursprünglichere darstellen gegenüber der Variante Diu rede 82; das ist farb-0se r: 'die Kunde (der drohenden Strafe) ist zu schwer für euch'.
101 Litaneienstil; vgl. Nun bitt ihr Frawen und ihr Mann Kehrein Kath.Kirchenl. 2, S. 311; ähnlich 330. 333.
113 aus dem Bereich der Marienklagen (vgl. o. S. 86); als Grundformer vielabgewandelten Verse statuiert Schönbach Marienkl. S. 4 mit Recht:lu erde erbidemt, swie si lit, Uf kliebent sich die steine; so bis ins 15. Jh., Wack.' "*• 37 1 , 8. erbidemen wiegt ebenso vor (vgl. noch Wack. 2, Nr. 931, 5. 1208, 112)^Zsich üf Hieben (vgl. Erlauer Spiel hsg. von Kummer S. 153). zerklieben findele ich erst in einem (offenbar älteren) volksmäßigen Fastenlied des 16. Jhs.H °Smann von Fall. Kirchenl. S. 502.
n 5 nach kunstmäßigem Vorbild? Das tougen ist ganz unvolksmäßig;s • Wene herze, wenent ougen, Wenent Mutes trehen rot, Wenent offenbar undu gen, Weinent vil, es tut uch not Haupt und Hoffmann, Altd. Blätter 2, S. 129 t.s einer mystisch gefärbten Baseler Hs. des 14. Jhs.
Anmerkungen zu O.
3 eine alte Zeile, schon Wigalois 209, 33. 210, 1; dann in einem Kreuz-e bei Rubin: So wol als ez der werlte zimt Und ouch der sele wirdet rat v. d.a gen Minnes. 1, 313k; vgl. Dez sele mag nicht werden rad Mone Altt. Schausp.S -33-
2 3 vielgebrauchte Litaneizeile, gewöhnlich in der Form Behüt uns vorey >'elle pein Wack. 5, S. 1187, 45. Von der Kunstdichtung vielfach abgewandelt,"■ besonders den Ave-Maria-Leich aus dem 13. Jh. bei Bartsch Erlös. S. ig6ff.:* der pittern helle 174, vor der helle pin 230, vor der helle hol 318, vor der helle0 er 321; vor der helle viure ebd. S. 208, V. 40.
2 7—30. Im Hintergrunde steht der alte Ruf Sant Mari, muoter undnt . AI unser not si dir gecleit, so zuerst in Ottokars Steir. Reimchron. 16149t.Ur die Schlacht auf dem Marchfelde bezeugt, vermutlich nur die Anfangs-e "en eines von Haus aus größeren Reimgebildes. Die Paraphrase Mariaj*f' er unde magt . . . Min leit si dir also geclagt bei Meister Stolle (Bartsch,ei sterl. d. Kolm. Hs. S. 511) eröffnet indes die Möglichkeit, daß die Ruf-ten älter sind. Paul Runge hat in einem Aufsatz 'Maria müter reinü mait'