Die Liturgie (Lied i). ^]Q
Gut Wack. 5, S. 1193, 2 aus Nie. Beuttners Gesangbuch von 1660; ähnlichWack - 5. S. 1157, 21. 1191, 12.
16 f. vgl. die Wanderverse: Unde bittet goi durch sinen tot, Daz er unshe V uz aller not Wack. 2, S. 354, II. 355. «■
18 vgl. Was wiltu mir ze lone geben ans einer Klage Christi (15. Jh.)"Wack. 2, Nr. 513, 1.
19 f. So man die kröne siht mit manigem dorne, Sper unde kriuze und nagele"■i'i Meister Boppe, v. d. Hagen 3, 407a; vor allem ist Peters von Arberg GroßeTageweise zu vergleichen, s. S. 167.
21 ff. Hier werden feste geißlerische Formulierungen sichtbar: dieunt seWeo flagellasse, quia Cristus in iudicio exiremo demonstrabit peccatoribus quinquevulnera, dicendo: 'ecce liomo, pro te passus sum hoc, quid tu pro me passus es ?'■&'• tunc qui sunt de eorum (d. h. der Geißler) populo, ostendunt Cristo vulnerar °cepta per flagellum, dicentes: 'domine, pro te talia passi sumus' heißt es noch* n den Artikeln der Sonderhäusener Geißler von 1454, Reifferscheid S. 38.Ahnliche Wendungen natürlich im geistl. Schauspiel, vgl. die Marienklage beiWack. 2, Nr. 510, 72.
29 f. Brenge mer ouch dye wucherere, Dye sint gote gar unmere Mone altt.s< *ausp. S. 119, V. 311 f.
33 i- ähnlich in typischen Rufzeilen: Dy sündt pracht uns in gotes zorn,"eh wem wir alle zemal verlorn Wack. 2, S. 970, 2; vgl. 945, 13.
35 feste Rufzeile; vgl. Kehrein Kath. Kirchenl. 1, S. 145 (aus CornersGesangbuch).
39 fi. in einem rufähnlichen Liede von den fünf Gerstenbroten: Auffhuben
xe ihr Armen: Gott thu sich über uns erbarmen. Auffhuben sie ihr Hände: Gott
Se V bey unserm Ende Wack. 2, Nr. 1206, 23 f. (aus Corners Gesangbuch 1631). Das
wird ein Nachhall der Geißlerstrophe sein. Otto Beckers (Das Spiel von den
e " n Jungfrauen, Breslau 1905,8.46) vergleicht die Verse seines Textes A 391 f.
u windit uwere hende Und clagit daz endende; ähnlich 458: Eia, nu windit
We re hende; aber das sind gewiß nicht, wie Beckers will, Anlehnungen an
n sere Strophe, die schwerlich schon 1260 bestanden hat. Auch sonst sind
ei oe vagen Vermutungen über Zusammenhänge des Zehnjungfrauenspiels
mi t dem Geißlergesang haltlos.
43—46 Rufzeilen, von denen wenigstens die beiden ersten offenbar recht
1 m dieser Verwendung sind. Schon in der Mariensequenz aus Muri anklin-
°u: Und daz er dur die namen dri . . . genasdic in den Sünden si V. 62. 64;
/ "mV durch diner namen dri Wack. 2, Nr. 495 (14. Jh.); Nu mache mich von
s *nden vri Bartsch Erlös. S. 284, V. 143 (14. Jh.); auch im geistl. Schauspiel
_ °ne S. 31, v. 361 (übrigens eine Gerippzeile: Und mach mich vor der helle vri
ac k. 2, S. 387,2). Beide Verse vereint in einem Bittfahrtlied des 16. Jh.s Wack.
' Nr. 1114. Aus solcher Quelle stammen im Leich Hermann Damens die Verse:
■ • • Der scrie an syne namen dry Unde mache sich von sunden vry Jenaer Liederhs.
' S. 198. Die Verse stehen durch bis auf den heutigen Tag, vgl. etwa Sursum
0r da, kath. Gesangb. für die Diözese Paderborn» (1876) Nr. 165, Str. 3 (Jesu,
. Urc h die Wunden dein Mach uns von allen Sünden rein). V. 45 und 46 verbunden
einem Bittfahrtlied bei Wack. 2, Nr. 681, 3; in einem jüngeren Ruf Wack. 5,
r ' : 424, 19; ähnlich in einem Liede aus Vehes Gesangb. Hoffmann von