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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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Die geschichtlichen Zeugnisse für das Geißlerlied. ß3

Piü che pietra e el suo cuor duroSe assequitar me non s'amolla,Vedendo ch'io porto la miaChe so' si alta segnoria.

Qual serä el disciplinatoCh'a la croce m'acompagni,E piangendo el suo peccatoMo' de lagrime se bagni,E em questa mia venutaMe receva com salutaP

Sieht es nicht nach Zitaten aus, wenn man die oben aus-gehobenen Sätze mit diesen Strophen vergleicht? Der Ver-gleich gewinnt an Gewicht, wenn man weiß, daß es sich hier°ftenbar um eine sehr alte Laude handelt, eine Laude überdies,be i der deutlich scheint, daß sie aus dem Kunstgebilde wirk-ich zu e i nem volksläufigen Lied geworden ist; Monaci gibtroben einer Fassung aus einem Codex Vallicellianus, die dasle d in einer einigermaßen zersungenen Gestalt bietet*). Und^enn er vermutet, daß diese Laude zum Liedbestande der^testen Geißler gehörte, so läßt sich aus dem Mönch von Paduableicht eine Stütze für diese Vermutung gewinnen. Freilichen die vergleichbaren Züge, die verhärteten Herzen und16 Tränen, etwas Stereotypes; sie gehören zu den stehendendementen der späteren Laudendichtung. Um so mehr Rechtat man zu dem Schluß, daß die Angabe des Mönchs von Paduaenigstens auf ähnliche Stücke zielen muß. Und wenn er ein-H a ar Zeilen vorher sagt effusis fontibus lacrimarum, acsi corpo-% ous oculis ipsam Salvatoris cemerent passionem (o. S. 9 imusammenhang gegeben), so könnte darin wohl ein Hinweisegen auf Lieder von Christi Passion; die späteren Laudenei gen uns ja, mit welcher Inbrunst man sich das Leiden Christi

lr i die Einzelheiten vergegenwärtigte.

, Andere Angaben über das alte italienische Geißlerlied

^ ln d farbloser. Salimbene schreibt: Et componebant laudes

tv mas ad honorem Dei et beate virginis, quas cantabant, dum

Se verberando incederent Mon. Germ. SS. 32, 465. Eine Notiz,

') E. Monaci, Uffizj drammatici dei disciplinati dell' Umbria in: Rivistafil ologia romanza i (1872), 251.