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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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175von einem Anderen, wie auch Seite 137 bemerkt ist: Hucusque Thomas a Kempis, reliqua ab alio continuata sunt.In der Vorrede sagt der Verfasser (Thomas), er sei voneinigen seiner Brüder ersucht worden, über das Entstehn unddie erste Gründung ihres Klosters etwas aufzuzeichnen. Nunist es nicht denkbar, daß dies Gesuch kurz vor seinem Tode,als er alt und gebrechlich und zu solchen Arbeiten wenigaufgelegt mehr war, an ihn gestellt worden ist. Wir müssenannehmen, daß dies viel früher geschah und daß er anfänglich zwar seine Arbeit mit dem Vorsatz unternahm, sie mit derEpoche, wo das Kloster und die Kirche als vollendet betrachtetwerden konnten, abzuschließen, daß ihm aber unter der Handdieser Abschluß leid wurde und er vorzog sein Geschichts-werk durch Aufzeichnung dessen, was sich fort und fort ereig-nete, weiter zu führen. Auf diese Weise erklärt es sich,wie diese Chronik beinahe den Sterbetag ihres Verfasserserreichen konnte. Die letzte von ihm aufgezeichnete Nachrichtist vom 13. Juni 1471. Er starb den 25. Juli im nämli-chen Jahre.!) Manche seitenlange Stellen in der Windes-heimer Chronik stimmen mit denen der St. Agnetenbergsfast wörtlich überein.?) Den ersten Theil der WindesheimerChronik schrieb Johann Busch, wie er am Schlusse des Vor-worts selbst ausdrücklich sagt, im Jahre 1464; den zweitenTheil (den er selbst den ersten nennt) oder de viris illustri-bus capituli windesheimensis muß er etwas früher (nachunserem Dafürhalten um das Jahr 1456) verfaßt haben.Nun fragt es sich: hat bei den gleichlautenden Stellen Tho-mas die Windesheimer oder Busch die St. AgnetenbergsChronik, oder haben sie beide eine gemeinsame Quelle be-nutzt? Das letzte ist das Wahrscheinlichste.Im dritten Bande des Sommalius folgen also dieLebensbeschreibungen des Gerard Groot, seines FreundesFlorentius und von neun ihrer Jünger. Das Ganze bildetein Werk und ist aus einem Gusse, ganz gewiß aus derFeder des Thomas a Kempis.3) Da nun der längstlebende1) Siehe oben Seite 140.) So z. B. über Johann Cele und die Schule zu Zwolle Chr.wind. Seite 601 ff. und Chr. Agn. 171, über den Fürstbischof Blan-kenheim Chr. wind. Seite 140 und s. Agn. Seite 48.3) Wir waren schon öfter im Falle Stellen aus diesen Lebensbe-schreibungen zu benutzen. Siehe oben IV, V, VI und VIII.