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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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135Ueberdies vollführte er manche Bauten. Er errichtete denSpeiseſaal für die Geiſtlichen und den für die Laienbrüder,die Küche mit den Kellern und Schlafstuben für die Frem-den, eben so die Sakristei zwischen dem Chore und demKapitelhause. Alles dieses, was er in der kurzen Zeit vonneun Jahren zu Stande brachte, rühmen von ihm beideChroniken, die von Windesheim!) und die von St. Agneten-berg.?) Das bei seiner Ankunft noch arme Kloster brachteer zu ziemlichem Wohlstand, was er zum Theil durch denVerdienst, den er seine Untergebenen durch fleißiges Bücher-abschreiben gewinnen ließ, bewirkte.Auch er selbst war ein geschickter Schreiber und pflegteseine ihm von Berufs= und Amtsgeschäften übrige Zeit mitAbschreiben, Bemalen (illuminandis) und Verbessern derHandschriften zuzubringen. 3) Nachdem er dies alles undanderes, unter andern die Einweihung des Kirchhofs durcheinen der Utrechter Suffragane und zwar zur Abendzeitweil die Bürger von Zwoll es nicht dulden wollten, zuStande gebracht hatte, legte er seine Priorstelle nieder undes wurde ihm als Rector des im Entstehen begriffenenKlosters St. Petersweiher*) bei Bommel sein Wirkungskreisangewiesen. Darauf wurde er Vorgesetzter der Nonnen zuBronop bei Campens) und darnach stand er sieben Jahrelang als Prior des Klosters Mariä=Heimsuchung bei Harlem.Von seinem Wirken an diesen Orten fehlt es uns zwar anbestimmten Nachrichten. Wer aber möchte wähnen, daß seinevielgerühmte Thätigkeit ihn hier verlassen habe? Kaum nachWindesheim zurück, um daselbst, wie er gewünscht hatte,ſeine letzten Tage in Ruhe zu beſchließen, wurde ſeine Thä-tigkeit noch einmal und zwar für die Leitung des Nonnen-klosters Bethanien in Anspruch genommen. Hier brachte ernoch anderthalb Jahre zu und hier fand seine irdische Hülleim Umgang neben der Klosterkirche ihre Ruhestätte. Johann1) S. 408 II.2) S. 28.3) chr. wind. II. 409.4) stagnum s. Petri, chr. wind. I. S. 172.in suburbio Campensi.) chr. wind, I. S. 170.