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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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113eine Leibbinde, jener Strümpfe. Den einen wurde mitBüchern, den andern mit Federn, Tinte oder Papier Freudegemacht. Dabei mußten alle gestehn, daß der große Vaterder Dürftigen, Florentius, indem er ihren zeitlichen Bedürf-nissen abhalf, zugleich immer ihr ewiges Heil im Auge hieltDie in den beiden letzten Jahren des vierzehntenSäculums in Deventer und der Umgegend wüthende pestar-tige Krankheit, welche zehn Jünger aus dem großen (oderneuen) Hauſe des Florentius wegraffte²) und dieſen nöthigtemit den übrigen nach Amersfort auszuwandern, ³) scheint dieBewohner des alten (kleinen) Hauses, unter denen sichThomas damals befand, verschont zu haben. Sie bliebenungestört in ihrer gewöhnlichen Lebensweise. Dennoch warThomas a Kempis während seiner Studienzeit in Deventereinmal gefährlich krank gewesen. Ein Pfarrer aus AlmeloEverard Eza, der zugleich die Heilkunde ausübte und einFreund des Priesters Florentius war, machte ihn gesund.Dieser Eza gehört also auch zu unseres Thomas Wohlthätern.Dieser aber erinnert sich seiner oft in dankbarer Verehrung.Die Ansprache, welche Badius⁶) dem Florentius in denMund legt, um Thomas zu Ergreifung eines bestimmtenLebensberufs zu veranlassen, ist zu pathetisch gehalten, umwirklich gebraucht worden zu sein. Was der Meister demJünger sagte, wird wohl darauf sich der Hauptsache nachbeschränkt haben, daß, da es einmal bei Thomas feststandin einen klösterlichen Orden einzutreten, Florentius ihm kei-nen besseren Rath ertheilen konnte, als zu versuchen, ob erin dem Kloster auf dem St. Agnetenberg Aufnahme fände.Es war dies ein Kloster von dem Orden, dem Groot ammeisten geneigt gewesen war. Die dort übliche Beschäftigungmit Abschreiben während der vom Gottesdienste freien Zeit1) ibid. Cap. XVI. §. 4.vita Luberti Berneri §. 22.*) Dumbar Analect. II. p. 153 cit. bei Delprat. Mohnike S. 17.¹) Hic aliquando cum Daventriae frequentarem aegrotaremita me curavit, ut postea longo tempore Deo propitio similis aegri-tudo non urgeret Chr. Agn. cont. VII. S. 163.S. loc. cit. u. Cap. IV. S. 15.vita Thom. Cap. XI.7) ebend. §. 6.