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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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BAUTEN, INDUSTRIELLE UND GEWERBLICHE ABTEILUNG

Gewächshäuser.

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Bei der Gewerbeausstellung des Jahres 1902war die Maschinenhalle das große Herz desgewaltigen Unternehmens, das unablässig hämmerte und pochte;von ihm aus ging das Adersystem, das sich in so reich entwickelterund verflochtener Weise durch den ganzen Körper der Ausstellungverästelte. Mit Bewunderung, ja mit Bangen umfaßte damals der Blickdie fast unglaubliche Vervollkommnung der Maschinen, durch welcheder menschliche Geist sich die Materie und die Kraft der Erde inimmer zunehmendem Maße dienstbar und zu eigen gemacht hat.Bei der Ausstellung von 1904 erschien die Industrie nicht als dieBannerträgerin, sondern sie schritt in der Begleitung, ja, wenn manwill, in der Gefolgschaft der Heil und Segen bringenden, sich mitunerschöpflicher Frische stets erneuernden Naturkräfte daher. Hierwar sie nicht Führerin, sondern Helferin; dasjenige, was die Industrie-halle von 1904 aufwies, war nicht dazu bestimmt, einen Kampf zurBezwingung der Erdkräfte zu führen, sondern das Walten undWeben in der Natur zu fördern und zu unterstützen, dem Schutzeihrer Entwicklung zu dienen und schließlich dem Geschmacke undden weitgehenden modernen Bequemlichkeitsforderungen Rechnungzu tragen. Die Stellung der Industrie im Rahmen dieser Ausstellungwar von vornherein gegeben; sie konnte nur eine sekundäre sein.Daher durfte man nicht erwarten, in der Industriehalle grofimächtigenMaschinen zu begegnen, das Feld gehörte vielmehr denjenigenApparaten, Erfindungen und Gerätschaften, wie sie der menschlicheScharfsinn im Dienste der Gartenkunst nach den oben bezeichnetenRichtungen hin ersonnen hat; nach dem Plane waren in der ge-nannten Halle mit den Treibhäusern und Sämereien die für denDoppeltwirkende Una-Dampf-Speisepumpe Gartenbau bestimmten Heizanlagen und Ventilationen, Pumpen,der Maschinen- u. Armaturfabrik vorm. Klein, Motoren, Bewässerungs Vorrichtungen, Rasenmähmaschinen, Spreng-Schanziin & Becker in Frankenthal. ap p arate) Schläuche und dergleichen mehr untergebracht, fernerBedarfsartikel und Geräte für Gärtnereien, Werkzeuge, Instrumente, Pavillons, Garten- und Veranda-möbel, Einfassungen, Gitter und Drahtgewebe und noch eine ganze Reihe verwandter Erzeugnisse.Bei der Einzelbesprechung erscheint es richtig, der Logik der Naturgesetze zu folgen und denAusstellungsbestimmungen gemäß mit den Sämereien zu beginnen. Hier haben wir zunächst dieFirma Conrad Appel, Samenhandlung in Darmstadt zu nennen. Sie bot in einem schön ausge-statteten Schranke eine Sammlung von Grasklee und Waldsamen und eine Auswahl seltener exotischerKoniferenzapfen; auch hatte die Firma eine Zierrasenfläche hergestellt.

Die Tendenz der Firma A. Le Coq& Cie. in Darmstadt geht dahin, unterZuhilfenahme aller, möglichst verbesserter,technischer Hilfsmittel und Maschinen daserreichbar Beste in der Qualität und Rein-heit des von ihr gelieferten Samens zuerzielen. Ihre verschiedenen Samensortenstellte die Firma in geschlossenen blankenGläsern aus. Die Samenhandlung vonPeter Otten in Düsseldorf hatte sich ineiner von drei Seiten offenen, hübschdekorierten Koje angesiedelt, wo sie inoffenen Schalen etwa 250 verschiedeneSamensorten, Garten-, Feld-, Wald- undBlumensamen, der Betrachtung und Prü-fung darbot. Auch Zierkorkholz stellte sieaus, das sich, wie die Koje der Firmaselber zeigte, für dekorative Zwecke sehrgut verwenden läßt. Jakob Zopes inFischenich bei Cöln gehörte ebenfalls zuden Ausstellern der verschiedenartigsten

Sämereien. Die Freiherrlich von Gewächshausanlage von Gerh. Rubruck in Cöln