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EISENBAHN- UND
V. Amtliche Mitteilungen über den Eisenbahn- und Strassenbahnverkehr anlässlich
der Ausstellung
i. Personen- und Güterverkehr
Der Eisenbahn-Personenverkehr während der Ausstellungszeit wurde hauptsächlich von Sonder-zügen aufgenommen, die zwischen Stationen der Königlichen Eisenbahndirektionen Elberfeld, Essen,Cöln und Station Düsseldorf H.-B. regelmäßig verkehrten, und zu denen Sonderzugfahrkarten zumeinfachen Personenzugfahrpreis für Hin- und Rückfahrt, mit dreitägiger Gültigkeitsdauer und ohneFreigepäckgewähr ausgegeben wurden. Insgesamt wurden:
2138 derartige Sonderzüge gefahren und außerdem noch12 Fernsonderzüge zwischen Amsterdam und Düsseldorf H.-B. (Zu diesen Zügen wurdenRückfahrkarten II. und III. Klasse zum einfachen Schnellzugfahrpreise mit zehntägigerGültigkeitsdauer ausgegeben.)2 besonders beantragte (Privat-) Sonderzüge20 Vorzüge vor Personenzügen
Sa. 2172 Sonderzüge.
Mit diesen 2172 Sonderzügen wurden rund 280600 Reisende befördert, mithin durchschnittlichmit einem Zuge 130 Reisende.
Die planmäßigen Schnell- und Personenzüge nach und von Düsseldorf H.-B. wurden von rund78000 Ausstellungsbesuchern benutzt, so daß hiernach insgesamt 358600 Ausstellungsbesuchereisenbahnseitig zu befördern waren.
Von dieser Gesamtzahl der Ausstellungsreisenden (358600) entfallen ungefähr auf:
Monat Mai........... 64 338 Reisende
,, Juni........... 71687
Juli........... 80297
„ August.......... 68855
,, September......... 48107
„ Oktober.......... 25316
Sa. 358 600 Reisende.
Da die Ausstellung 176 Tage dauerte, mußten nach vorstehenden Angaben durchschnittlich täg-lich 2037 Reisende befördert werden.
Für die Abwicklung des Eilgutverkehrs wurden — da die sonst für den Eilgutverkehr nur inFrage kommende Eilgutabfertigungsstelle Düsseldorf H.-B. den Verkehr allein nicht bewältigenkonnte — die Stationen Düsseldorf-Derendorf und Düsseldorf-Hafen für die Monate April bis Oktober1904 auch für den Eilgutverkehr eingerichtet. Die Ausstellungsgüter wurden eilgutmäßig gegenErhebung der Fracht für Frachtgut befördert. Um eine pünktliche und schnelle Beförderung derGüter sicherzustellen, wurden besondere Pläne für die Beförderung von den von der Ausstellungs-leitung mitgeteilten Versandorten nach Düsseldorf aufgestellt.
Der Umfang des während der Monate April bis Oktober 1904 bewältigten Eilgutverkehrs betrug:
a) in Düsseldorf H.-B. . . im Versand 8923 t, im Empfang 16 301 t
b) in Düsseldorf-Derendorf „ ,, — t, „ „ 966 t
c) in Düsseldorf-Hafen . . „ „ — t, ,, „ 531 t
Hierzu muß bemerkt werden, daß in den zu a) angegebenen Zahlen nicht nur die Ausstellungs-eilgüter, sondern auch die Ortseilgüter enthalten sind.
Bauliche Einrichtungen, welche lediglich dem Ausstellungsverkehr zu dienen bestimmt und nachSchluß der Ausstellung zu beseitigen gewesen wären, sind nicht getroffen worden.
Anläßlich der zu gewärtigenden Ausstellung wurde jedoch der Hauptbahnhof Düsseldorf unterAufwendung sehr beträchtlicher Geldmittel und unter Aufbietung aller Kräfte, da nur eine sehr kurzeFrist zur Verfügung stand, erheblich erweitert. Es hat eine Vermehrung der Wagenaufstellungs-gleise, der Überholungsgleise, der Eilgutladerampen, der Fahrkartenschalter, der Gepäckanlagen sowieeine Verlängerung und Erweiterung der Bahnsteige stattgefunden.