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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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I.

Von den ersten Anfängen am 14. November 1902 bis zurEröffnung der Ausstellung am 1. Mai 1904

REI Ausstellungen, von denen jede überreich an anregendem Stoff und unerwarteter Voll-ständigkeit war, die Internationale Kunstausstellung, die Kunsthistorische Ausstellung unddie große Gartenbau-Ausstellung, sind der Gegenstand der nachfolgenden geschichtlichenBehandlung.

Wie bekannt, hatte die Düsseldorfer Künstlerschaft seit Jahren das sehnliche Ver-langen nach einem eigenen, dauernden Kunstausstellungsgebäude, das durch den Bau des Kunst-palastes, den die überaus gelungene Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung Düsseldorf 1902ermöglichte, befriedigt wurde. Ein Abkommen mit der Stadt, in deren Eigentum das Gebäudeüberging, hat die Düsseldorfer Künstlerschaft vorläufig auf 15 Jahre über die Benutzung diesesGebäudes getroffen. Danach hat sich alljährlich im November die Künstlerschaft zu entscheiden,ob sie im folgenden Jahre eine Ausstellung veranstalten will.

Die ausstellendeDüsseldorfer Künstlerschaft" ist in einem Verein zur Veranstaltung von Kunst-ausstellungen, einem eingetragenen Verein, zusammengefaßt worden. Seine Mitglieder sind alleDüsseldorfer Künstler, deren Kunstwerke zur Deutsch-nationalen Kunstausstellung Düsseldorf 1902zugelassen waren und es wachsen ihm von selbst als Mitglieder die Künstler zu, die auf den

weiteren großen vomVerein in dem Kunst-palast veranstaltetenAusstellungen mitihren Werken zuge-lassen werden.

Die Mitgliedschaftgeht verloren, sobaldein Künstler an dreiaufeinanderfolgendenAusstellungen sichnicht beteiligt.

Es handelt sichalso hier um einenVerein, der nur dieausstellungskräftigenElementezusammen-faßt und einem stän-digen Verjüngungs-prozeß unterliegt. EinVorstand, bestehendaus 12 Personen mitdem einstimmig ge-wählten Maler Pro-

Der Hörder Pavillon von 1902, gemietet als Pavillon für Sonder-ausstellungen 1904

fessor Fritz Roeberals Vorsitzenden,leitet den Verein,ein Kuratorium, indem der Regierungs-präsident und derOberbürgermeisterSitz und Stimmehaben, verwaltet seinVermögen.

Die Abwicklungder Ausstellung 1902hatte kaum begon-nen, als die Haupt-versammlung desVereins berufen wur-de, um zu erwägen,

ob im folgendenJahre eine Kunstaus-stellung stattfindensollte. Das Jahr 1903schied für eine solcheAusstellung aus, weilder Abbruch derzahl-

reichen Bauten der Ausstellung von 1902 und die Entfernung der Fundamente die unwirt-lichsten Verhältnisse schufen. Überdies war von der Stadtverordneten - Versammlung derBeschluß gefaßt worden, den größten Teil des Ausstellungsgeländes zu einem Kaiser-Wilhelm-