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FINANZWIRTSCHAFT
VI.
Finanzwirtschaft
Der Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen hat seinen Betriebsfonds von rund150000 M. für die Veranstaltung einer Kunstausstellung mit Hinzuziehung des Auslandes und einerKunsthistorischen Ausstellung seinem Vorstande zur Verfügung gestellt und sich später damit ein-verstanden erklärt, daß der Betriebsfonds auch für die Kosten der Gartenbauausstellung verwandt wird.
Bei dem ersten mit 550000 M. balancierenden Voranschlag war angenommen worden, daß auchohne Schaffung eines Garantiefonds die Betriebsmittel des Vereins reichen, bis durch Ausgabe vonAbonnementskarten und für Pacht größere Beträge einkamen. Aber der Voranschlag mußteentsprechend der Erweiterung und Vergrößerung des Unternehmens mehrmals umgeändert werden,bis er zum letzten Male am 30. Juni 1904 mit 3276500 M. balancierend aufgestellt wurde, welcherBetrag auch annähernd erreicht worden ist.
Für dieses so wesentlich vergrößerte Unternehmen hielt der Vorsitzende des Finanzausschusseses für erforderlich, zur Sicherheit von Freunden des Unternehmens einen Garantiefonds von 200000 M.zu erbitten. In wenigen Tagen waren 395000 M. gezeichnet, womit die Zeichnung abschloß. Ober-bürgermeister Marx erklärte sich namens der städtischen Sparkasse bereit, auf die Garantiescheine,weiter garantiert durch drei Banken, Mittel bis zu einem Betrage von 300 000 M. gegen 4°/o Zinsenzur Verfügung zu stellen. Dadurch stieg der greifbare Betriebsfonds auf rund 450000 M. Vondiesen seitens der Sparkasse in Aussicht gestellten 300000 M. wurden nur zweimal je 50000 M.behoben, die aber bereits am 30. Juni zurückgezahlt werden konnten.
Der Betriebsfonds des Vereins zur Veranstaltung von Kunstausstellungen war gegen 4°/o Ver-zinsung beim Barmer Bank-Verein angelegt worden und sollte schon mit Rücksicht auf den Zins-fuß recht bald dahin wieder zurückfließen. Die verfügbaren Gelder waren bei den drei garantierendenBanken B. Simons & Co., C. G. Trinkaus und A. Schaaffhausenscher Bankverein zins-bringend angelegt. Die Firma B. Simons & Co. erklärte sich bereit, die zu Ehrenpreisen der Gärtnergestifteten Beträge ausnahmsweise mit 4°/o zu verzinsen.
Die Garantiescheine lauten:
Garantie - Schein
m
Für..............Mark
D Endesunterzeichnete verpflichte sich hierdurch unter Verzicht auf jegliche Einrede an den „Verein zur Veranstaltungvon Kunstausstellungen, eingetragener Verein" in Düsseldorf oder an denjenigen, auf den der Verein diese Forderung hier-unter schriftlich überträgt, oder an jeden Inhaber gegen Aushändigung dieses Garantie-Scheins den Betrag von
Mark(in Worten:.....................Mark)
zu leisten zwecks Bildung eines Garantiefonds, der dazu dienen soll, einen etwaigen Fehlbetrag zu decken, der aus der Ver-anstaltung der „Internationalen Kunstausstellung und grossen Gartenbau-Ausstellung Düsseldorf 1904" entstehen und durchden Betriebsfond des genannten Vereins in Höhe von 169 000 Mark nicht getilgt werden könnte.
Eine Einforderung des Beitrags ist ganz oder teilweise auch vor endgültiger Rechnungslage über die Veranstaltung zulässig.
Die Feststellung des Gesamtausfalles sowie die prozentuale Umlage desselben auf die einzelnen durch Garantiescheine zuBeiträgen Verpflichteten unterliegt der endgültigen Prüfung und Feststellung durch den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf.
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Die Verpflichtung aus dieser Garantiezeichnung ist für — --, ----- Erben und Rechtsnachfolger eine unteil-
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bare Bringschuld, deren Erfüllungsort Düsseldorf ist. Aufrechnung oder Zurückbehaltung gegen dieselbe ist ausgeschlossen.Für die Klage auf Zahlung des gezeichneten Betrages ist das Königliche Amtsgericht zu Düsseldorf ohne Rücksicht aufden Wert ausschliesslich als Gericht erster Instanz zuständig,Düsseldorf, den 1903.
Name bezw. Firma:Wohnung:
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