BEDEUTUNG DER AUSSTELLUNG
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der Ausstellung teilnehmen sollten. Den Gemeinden sollten nur mäßige Kosten erwachsen. Siewurden aufgefordert, sich mit Gartenbauvereinen oder einzelnen Gönnern in Verbindung zu setzen,welche die Stecklingspflanzen liefern oder schenken würden. Diese sollten unter den Kindern derhöheren Volksschulklassen zur Verteilung gebracht und von diesen in Pflege genommen werden.Ein Ortskomitee sollte später, etwa 14 Tage bis 3 Wochen vor dem hier auf der Ausstellung zuveranstaltenden Kinderfeste durch Besichtigung der Pflanzen feststellen, welche Kinder in der Pflegedas Beste geleistet haben würden. Diese Kinder sollten alsdann an einem der letzten Tage desSommersemesters — unter Gewährung von freier Hin- und Rückfahrt durch die Ausstellung — vorBeginn der Herbstferien zum unentgeltlichen Besuch des Ausstellungsgeländes zugelassen werden.
Es war in Aussichtgenommen, daß dieKinder hier auf demGelände durch sach-verständige Führer um-hergeführt und aufKosten der Ausstellungbewirtet werden sollten.Für die hervorragend-sten Leistungen in derPflege waren außerdembesondere Prämien sei-tens der Ausstellungvorgesehen.
Bis zum März mel-deten auf das oben-erwähnte Rundschrei-ben bereits 80 Städte2200 Schüler und dieentsprechende Anzahlvon Lehrpersonen fürdas Kinderfest an.
Im Laufe des Früh-jahres wurde dann hieram Orte ein Damen-komitee gebildet, wel-ches der Ausstellungs-leitung bei dem Emp-fang und der Bewir-tung der Kinder hilf-reich zur Seite stehensollte.
Schließlich wurdeder 30. Juli als Terminfür das Kinderfest hierauf der Ausstellung be-stimmt. Gegen AnfangJuli wurden die Ge-
Die große 6artenbau=flusrtellungDüffelborf 1904
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meinden aufgefordert,die Besichtigung derverteilten Stecklings-pflanzen vorzunehmenund baldigst hierherMitteilung zu machenüber Zahl und Namender nach hier zu ent-sendenden Schulkinder.Es stellte sich jetztheraus, daß die meistenGemeinden eine größereAnzahl von Kindernhier teilnehmen zulassen beabsichtigten,als ihnen nach demursprünglichen, auf derEinwohnerzahl begrün-deten Verteilungsplanzustanden, so daßschließlich aus 80 Ge-meinden etwa 3000Kinder mit annähernd400 Lehrpersonen am30. Juli hier auf derAusstellung erschienen.Es war ein erfreu-licher Anblick, dieKinder, Knaben undMädchen, mit Blumen-töpfen im Arm, denenje nach dem Geschmackder einzelnen Besitzereine besondere Verzie-rung zuteil gewordenwar, hier auf dem Ge-lände in froher Erwar-tung alles dessen, wasEinige Gemeinden, welche weiter entfernt lagen, hatten
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für gute Ceiftungenin Der Blumenpflege
1 SdiülerDÜSSeCDORF, ben 30. luni 1904.
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Prof. Fr. Roeber.
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Diplom für das Kinderfest
noch kommen sollte, antreten zu sehenihre Kinder bereits am Morgen nach hier entsandt, und übernahm es die Ausstellung, hierfür auchmittags zu sorgen. Das Gros der Kinder traf aber erst zwischen i und 3 Uhr auf der Ausstellungein. Die Kinder wurden in Trupps von 60 bis 80 bei ihrem Eintreffen von besonderen Führern inEmpfang genommen, welche sie, nachdem die Kinder ihre Pfleglinge, die Pflanzen, in Halle F ab-gegeben hatten, durch die Ausstellung führten. Um 4 Uhr fand die Verpflegung der Kinder imHauptrestaurant und in „Alt-Düsseldorf" mit Schokolade und Gebäck statt. Die Kleinen sprachender ihnen vorgesetzten Verpflegung kräftig zu. So steigerte sich die Leistung eines kleinen Bubenaus der freundnachbarlichen Stadt Cöln bis auf neun große Tassen Schokolade, welche derselbemit unheimlicher Geschwindigkeit vertilgte. Nach dieser Stärkung ging es in den Vergnügungspark;hier wurde den Kindern, welche sämtliche Sitzplätze der großen Arena (Hagenbeck) bis auf denletzten füllten, eine Sondervorstellung der indischen Schaustellung geboten.