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WISSENSCHAFT!.., KÜNSTL. UND SOZIALE
irgendwelche besonders hervorragende Leistungen zur Anschauung. Fast alle brachten Pläne,daneben aber vielfach auch Abbildungen, die bis zu größeren, künstlerisch ausgeführten Dioramenzur Ansicht gebracht wurden. Perspektivische Aufnahmen, plastische Modelle usw. waren in großerZahl vorhanden. So brachten Modelle die Städte Aachen, Bielefeld, Cöln, Elberfeld, Frankfurt a. M.,
Hannover, Kiel, Mühlhauseni. E., Remscheid und Berlin.Gerade diese Modelle zeigtenin anschaulicher Weise, wiePlätze mit großen Terrain-schwierigkeiten oft in ge-radezu glänzender Weisezu malerischen Anlagen um-gewandelt wurden. Bemer-kenswert waren außerdemdie vielfach künstlerisch aus-geführten Ansichten reiz-voller Motive aus den An-lagen der betreffenden Städte;Bremen, Bochum, Aachen,Cöln, Danzig, Hannover,Karlsruhe, Leipzig, Rem-scheid hatten besonderskünstlerisch schön ausge-führte Ansichten ausgestellt.Die übrigen Städte warendurch Photographien undplane, die größtenteils aus-gezeichnet ausgeführt warenund sowohl dem Fach-mann wie dem Laien eingroßes Interesse einflößten,vertreten.Es war so Gelegenheit geboten, gärtnerische Anlagen, wie sie der Städtebau erfordert, von denkleinsten bis zu den größten, oft mit Waldungen verbundenen, in Plan, Bild und Modell zu studieren.Die Ausstellung war für den Fachmann wie für den Kommunalbeamten und jeden Freund kommu-naler Wohlfahrtspflege und Hygiene eine äußerst anziehende und lehrreiche, wie sie wohl in gleicherVollständigkeit noch niemals geboten wurde und nicht leicht wieder zusammenzubringen ist. DieAufstellung der Städte-Ausstellung fand ihren Platz in der Halle, die zugleich die Werke der deut-schen Gartenkünstler aufnahm. Dieselbe war durch eine geschmackvolle, von dem GartendirektorTripp-Hannover entworfene dekorative Ausstattung mit Brunnenanlage und Teppichbeeten zu einemäußerst anziehenden Raum gestaltet worden. Vervollständigt wurde die Ausstellung durch dieHerausgabe eines Spezialwerkes, im Verlage der Firma August Bagel-Düsseldorf erschienen unterdem Titel „Hygienische und soziale Betätigung deutscher Städte auf dem Gebiete des Gartenbaues,im Auftrage der Ausstellung herausgegeben von Professor Dr. Aug. Hoffmann-Düsseldorf".
Ausstellung der Städte nach Entwurf von Gartendirektor Tripp in Hannover
5. Kinderfest
von Wilhelm Lohe
Von dem Wunsche beseelt, die Liebe zur Pflanzenwelt und die Freude an ihrer Pflege in dieweitesten Kreise zu tragen, hatte die Ausstellungsleitung sich bereits frühzeitig zu einer eigenartigenZurschaustellung, nämlich zur Veranstaltung eines Kinderfestes, entschlossen. Zur Vorbereitung einessolchen sollten Stecklingspflanzen im Frühling 1904 an Schulkinder verteilt und von diesen in denSommermonaten zur vollen Entwicklung gebracht werden. Die hervorragendsten Exemplare solltenalsdann im Herbste hier auf der Ausstellung zur Schau gestellt werden.
Im Dezember 1903 wandte sich die Ausstellungsleitung mit einem entsprechenden Rundschreibenan 165 Städte in Rheinland und Westfalen, welche im Umkreise von etwa 75 km um Düsseldorfherum gelegen waren. Es war vorgesehen, daß 3500 Kinder und 350 Lehrpersonen am Kinderfeste