AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
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gemerzt werden. Das Umpfropfen derselben würde in einigen Jahren den Wohlstand der deutschenObstbauer in ganz bedeutender Weise heben. Hierin sollte uns die Schweiz ein mustergültigesBeispiel sein, wo staatlich in Ausbildung von Pfropfern viel geleistet wird und durch Gratisver-teilung von Pfropfreisern ganz neue Werte geschaffen werden. Aui diese Weise könnte man in ge-wissen Gegenden gewisse bestimmte Sorten in einigen Jahren schon in großen Massen erhalten undman wäre dadurch in der Lage, den Absatz dieser Gegenden in ganz neue Bahnen zu lenken.
Was man in zielbewußter Arbeit in dieser Beziehung leisten kann, beweist der Bühler Früh-zwetschenmarkt, wo ca. 70 fremde und 25 einheimische Händler allein im Jahre 1904 in denMonaten Juli, August, September über 100000 Zentner Frühobst, davon etwa 8o°/o nur in dem einenHauptexportartikel, der Bühler Frühzwetsche, zur Versendung brachten. Nicht vielerlei Obst invielen Sorten, nein, viel Obst in einer Sorte lockt den Handel auch in die entferntesten Gegenden.Man könnte dann, nach Umpfropfung von mehreren Tausenden, nach 4 bis 5 Jahren schon starktragender älterer Bäume, darangehen, Genossenschaften über ganze Bezirke, Provinzen und dergl.zu schaffen für ganz bestimmte Sorten mit genossenschaftlicher Organisation. Ich bin überzeugt,daß z. B. eine Boskoop-Genossenschaft oder in gebirgigen Gegenden eine Winter-Rambour-Genossen-
Baron de Grancy, C. von Lenn^p,
Kommissar stellv. Kommissar des niederländischen Komitees
Internationale Oktober-Ausstellung. Niederländische Abteilung