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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

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auf sich zog. Das feine Tafelobst war in kleinen Kistchen verpackt, jede Frucht in Seidenpapiergewickelt; Rohwatte und Holzwatte bildeten das Füllmaterial. Mittlere und geringe Ware kamenin Fässern verschiedener Größe zum Versand.

In der deutschen Ausstellung machte sich eine recht verschiedene Auffassung über die zweck-mäßigste Art der Verpackung geltend: Karton- und HolzstofTschachteln, Körbchen und Körbe, Fässerund Kisten mit Holzwolle-, Papierschnitzel-, Korkstaub-, Baumwolle- und anderen Einlagen. Zweifellosfehlt es uns bisher an einer oder an einigen, für unsere Verhältnisse zweckmäßigen, möglichsteinheitlichen Verpackungen. Auch wenn man zugibt, daß sich die Obstzüchter und die Verkaufs-vereinigungen nach den Wünschen der Abnehmer, nach den Obstsorten und nach den zu ver-sendenden Obstmengen richten müssen, sollte man in Deutschland danach trachten, wenn nicht für alle,so doch für größere Obstbaubezirke auf gleichartige Verpackungen hinzuwirken. Diese Arbeit wirdzweifellosen Erfolg haben, sobald die an der Spitze stehenden, bedeutendsten Obstzüchter desBezirks dafür eintreten und sobald diese Verpackungen billig, jeder Zeit und in jeder Anzahl leichtzu erhalten und für jeden Versand des Obstes auch wirklich vorteilhaft sind.

Neu war ein Verfahren, die Außenwände der Kisten und Fässer mit Wellkarton auszuschlagen,um die Früchte sauber zu halten und sie vor Verletzungen zu schützen.

Die Ausstellung von deutschem Handelsobst befand sich in der großen Zelthalle F. Sie wieseine sehr starke Beteiligung auf. Besonders die hessischen Obst- und Gartenbauvereine boten guteLeistungen.

Auch Rheinland und Westfalen hatten sich mit gutem Erfolge mannigfach an dieser Ausstellungbeteiligt. Das eingebrachte Obst war vorzüglich und konnte wohl im Vergleiche mit dem desAuslandes standhalten.

Die Ausstellung von Obstbäumen und Obststräuchern war eine rein deutsche, keineinternationale. Deutschland besitzt sehr viele leistungsfähige Baumschulen von bestem Ruf, derenObstbäume allen Anforderungen an beste Erziehung, Gesundheit, Sortenechtheit und billige Preiseentsprechen, so daß es ein Unrecht gewesen wäre, nach Düsseldorf ausländische Konkurrenten hin-zuziehen, deren Bäume oft genug in ihrer Gesundheit und Sortenzuverlässigkeit zu wünschen übriglassen und welche sich, wie im besonderen die holländischen, erst langsam akklimatisieren müssen.Die Wettbewerbe unterschieden sich nach solchen, in welchen neben der Forderung für gute, tadel-lose Verkaufsobstbäume auch der Nachweis vorhandener Verkaufsvorräte gleicher Beschaffenheit

Internationale Oktober-Ausstellung. Schweizerische Abteilung, Grosse Haupthalle