AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
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Einsendungen von 29 Ausstellern zur Schau gebracht, und in all diesen Arbeiten waren fast aus-schließlich Rosen verarbeitet; nur hier und da zeigte sich eine andere Blume. Trotz dieses einheit-lichen Blumenmaterials konnte doch von keiner Eintönigkeit gesprochen werden. Die Verschiedenheitder einzelnen Zusammenstellungen gewährleistete eine mannigfache Abwechslung.
Blumenausstellung von Frau Aline Poensgen Haus Garath bei Düsseldorf
Den Tagen der Rosen folgten die Tage der Myrte vom 30. Juli bis 1. August. Die Sonder-ausstellung Brautschmuck war eine ganz eigenartige geworden. Das Programm zu dieserAusstellung enthielt zwar nur 7 Wettbewerbe mit insgesamt 42 Preisen, es waren jedoch von76 Ausstellern annähernd 500 Arbeiten zur Ausstellung geliefert worden, worunter, dies muß besonderslobend anerkannt werden, keine minderwertigen Sachen zu finden waren. Und so mußten, trotzdemdem Preisgericht auf Antrag noch eine Anzahl Preise nachbewilligt wurden, weit über 400 Arbeitenbei der Preisverteilung leer ausgehen, darunter sehr viele, die eine Auszeichnung wohl verdienthätten. Nur 30 von den 76 Ausstellern konnten Preise zuerkannt werden. Schon aus dieser überErwarten großen Beteiligung geht zur Genüge hervor, daß dieser Ausstellung im Rahmen der Düssel-dorfer Sonderausstellungen eine hochwichtige Bedeutung zukommt. An dieser Ausstellung hattensich auch die Düsseldorfer Blumengeschäfte nicht nur in großer Zahl, sondern auch mit vielenmustergültigen Einzelleistungen beteiligt.
Gleichzeitig mit der Brautschmuckausstellung wurde die Kunstblumen-Ausstellung fürDekoration und Mode eröffnet, welche 17 Tage währte. Diese Ausstellung war erstanden in demGedanken, auch einmal die mannigfache Verwendung der künstlichen und präparierten Blumen fürDekorationszwecke und Mode zu zeigen. Die Beschaffenheit der auf dieser Ausstellung gezeigtenGegenstände war eine ganz vorzügliche. Das verwendete Material war oft der Natur so über-raschend getreu nachgeahmt, daß manche Besucher der Ausstellung sich täuschen ließen und sicherst durch nähere Betrachtung der einzelnen Sachen davon überzeugen mußten, daß es sich in derTat um künstliches und nicht lebendes Blumen- und Blättermaterial handelte. Wohl selten hat manje so vorzügliches Material geschaut. Verarbeitet war dasselbe zu mannigfachen Dekorationsgegen-ständen. Hier gab es Körbe, Vasen, Kränze, Sträuße, Ständer und anderes mehr. Etwas ganz Hervor-ragendes in der Zusammenstellung der verschiedenartigsten künstlichen Blumen zu Arrangements inVasen, Körben und dergleichen hatte die Firma J. Bunse-Düsseldorf geleistet. Hier war jedes Einzel-werk ein Kabinettstück mustergültiger Dekorationskunst. Diese Ausstellung hat deutlich bewiesen, daßes dank der heimischen Kunstblumenindustrie möglich ist, dort, wo aus irgend einem Grunde lebende