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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

Gebartstagsspende für den hohen Protektor der Ausstellung SeinerKaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen. Aus Blumender Orchideengärtnerei von Otto Beyrodt-Marienfelde bei Berlin, zu-sammengestellt von Gebr. Marx-Düsseldorf

Auch in der zweiten Bindekunst-ausstellung, es war die Sonder-ausstellung „Rosen", welchevom 25. bis 28. Juni zahlreicheBesucher anlockte, war von vorn-herein eine bestimmte Richtungangegeben. Sie war bestimmtworden, die mannigfache Verwen-dung der Königin der Blumen,der Rose, zu allen Arten Blumen-zusammenstellungen vorzuführen.Und auch diese Ausstellung warreich beschickt worden. Befrem-denderweise hatten sich die meistenDüsseldorfer Blumengeschäfte vondieser Ausstellung ferngehalten.Der Kreis der Aussteller wardiesmal keinerlei Beschränkungenunterworfen, und so hatten sichAussteller aus allen Gauen Deutsch-lands an den Wettbewerben be-teiligt. Es waren mehr als 300

Hamburg, Haspe, Mülheim a. d. Ruhr undRecklinghausen. Trotzdem eine gewisseBeschränkung für diese erste Bindekunst-ausstellung gegeben war, war sie dochzu umfangreich geworden, um in einerHalle untergebracht zu werden. DieDüsseldorfer Blumengeschäfte allein füll-ten durch eine Kollektivausstellung denschmucken Pavillon für Sonderausstel-lungen, während die übrigen Ausstellerdie nördliche Hälfte der Hauptblumenhallemit dem trefflichen Diorama „Der deut-sche Wald" für sich in Anspruch nahmen.

Die Aussteller hatten ihr ganzes Könnenaufgeboten, um etwas Ersprießliches zu-stande zu bringen. Sie wurden belohntdurch das rege Interesse des Publikums,das von früh bis spät die weiten Räumedurchflutete und sich an der herrlichenAugenweide ergötzte.

Verbunden mit dieser Ausstellung wareine solche für Liebhaber, die leider nichtdie erwartete Beteiligung fand. Dies mußwohl daran gelegen haben, daß eine solcheLiebhaberausstellung noch nie stattgefun-den hatte und infolgedessen die Liebhabersich nicht recht getrauten, ihre Fähigkeitenauf dem Gebiete der Blumenschmuckkunstder öffentlichen Kritik weitester Kreiseauszusetzen. Was aber in dem kleinenRahmen dieser Ausstellung von Frau AI inePoensgen, Haus Garath bei Düsseldorf,geboten wurde, das zeugt recht sehrdavon, welch hohes Verständnis für dieBlumenschmuckkunst in den DüsseldorferGesellschaftskreisen ruhen muß.

Blumentafel von H. Caasmann jr.-Düsseldorf