AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
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Dahlien von F. Nagels in Wilryk bei Antwerpen
der letzten Jahre und stachenbesonders die goldgelben Gote-linde, Volker und Walthari, fernerdie pflaumenfarbene, überreichblühende Brunhilde, die ganzfeinstrahlige rote Geiselher undRother, Kriemhilde, rosa mitweißer Mitte, und die 1905 in denHandel kommende PfirsichdahlieFrute und Hildegunde in zar-testem Mauveton hervor. Vonden englischen Neuheiten gefielenbesonders Charm, hellziegelrotmit weißen Spitzen, Reliable, eineverfeinerte Britannia, Coronation,eine sehr reich blühende roteSorte, sowie Eva und die idealgeformte Florence M. Stredwick,von denen man behauptete, eswären die beiden besten weißenEdeldahlien.
Auf der ganzen hinteren Breit-seite vor den drei Kolossalspiegelnhatte eine Prachtkollektion ab-geschnittener Gladiolen von Otto Mann in Leipzig-Eutritzsch Platz gefunden, dessen guter Ruf alsSpezialist in allen Blumenzwiebel- und Knollengewächsen weit über Deutschlands Grenzen reicht.Die feine und gediegene Art der Aufstellung trug nicht wenig zu dem hohen Effekt bei, dendiese Riesengruppe auf jeden Beschauer machen mußte. Auf der linken Seite mit meist leuchtend-roten Sorten der riesenblumigen Childsi-Klasse beginnend, folgten dann hellfarbige und rosige Varie-täten von Gladiolus gandavensis, alles straffstielige Musterblumen; große Anziehung übten die insolcher Schönheit bisher noch nie gezeigten dunkelblauen Gladiolen aus, die durch danebenstehendegelbe Töne noch wesentlich an Schönheit gewannen. Die ganze rechte Seite war mit Idealgladiolenbesetzt, einer frühblühenden, auffallend gefleckten Klasse, die, in rosa, helle, gelbe, blaue, lila sowielachsfarbene und rote Farbentöne geordnet, ihrem Namen alle Ehre machten. Zu beiden Seiten derlanggestreckten Gruppe prangten abgeschnittene Blütencanna, während vor den Gladiolen eine Aus-lese bester deutscher und ausländischer Edeldahlien zu sehen war. Von den ausgestellten etwasechzig neueren Sorten verdienen besondere Erwähnung: Serpentina, das Dahlien-Farbwunder, PapstPius, Peace, Florence M. Stredwick weiß, Zitronenvogel, Professor Zacharias, Yellow Gern gelb,Alexander Immer und Aunt Chloe tief schwarz, Dainty, köstlich rosig mit hellgelbem Grund, Victorvon Scheffel, Märchen und Pink Pearl in rosa, und hat namentlich die letztere eine große Zukunft.Die riesenblumige cremeweiße Gigantea und die purpurviolette Titania dürften weniger für denBerufsgärtner, wohl aber für den Liebhaber von Wert sein.
In der Mitte der Halle paradierten auf drei langen Tafeln die Edeldahlien von Heinrich Kohl-mannslehner-Britz bei Berlin, die ebenso geschickt wie anmutig aufgestellt waren. Das aus-gestellte Sortiment gehörte zu den reichhaltigsten und hatte dieser bekannte Züchter und unermüd-liche Arrangeur der ganzen Dahlienausstellung nur deutsche Sorten und dabei vornehmlich eigeneEinführungen gebracht. In roten Tönen: Alt-Heidelberg, Rakete, Peking, Mikado, die Chrysanthe-mumdahlie; weiß: Lotte Kohlmannslehner, Jugend, Pius X.; gelb und Mischfarben: Kanarienvogel,Kapitän Lans, Toni, Monna Vanna, die wunderlich benannte Erbschleicher, ferner Nymphaea, einerfarbigen Seerose täuschend ähnlich, sowie Serpentina in den verschiedensten Abtönungen vomzartesten Rosa bis purpurrot, jede einzelne Blume eigenartig und schön.
Am Ende einer dieser Tafeln stellte W. Tölkhaus-Broxten in Westfalen, der Züchter unsererherrlichsten deutschen Edeldahlien, eine Auslese von etwa 30 neuen Sämlingen aus, alles prächtigeHeidekinder, die aber leider noch nicht getauft und teilweise zur Einführung für 1905 und 1906 vor-gemerkt waren. Beim Beschauen dieser in jungfräulicher Frische und Schönheit strahlendenBlumen mußte jedem Dahlienfreund das Herz aufgehen.
Auf der dritten Tafel hatte auch Otto Meyer-Tecklenburg in Westfalen mit einer hübschenDahlienkollektion Platz gefunden. In seiner Gruppe fielen besonders zwei in größerer Anzahl vor-geführte Hybridsorten Marianne und ihre Schwester Camelie auf. Letztere zeigte in der Form