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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
ihrem Namen entsprechend eine flach gebaute Blume mit breiten Blumenblättern von hübscherkupfer-orange Färbung und wiesen die ausgepflanzten Exemplare dieser Sorten einen unendlichenBlütenreichtum auf, den man leider bei vielen Edeldahlien vermißt.
Pape & Bergmann aus Quedlinburg, schon durch frühere Schnittblumenausstellungen bekannt,hatten ihre Dahlien auf zwei breiten Tafeln mit Mittel aufs ätzen gruppiert und erzielten, da sie vonjeder Sorte eine stattliche Menge brachten, eine ausgezeichnete Farbenwirkung; das ganze Arrange-ment glich einem großen, buntfarbigen Teppich. Von den Edeldahlien seien hier nur die neuenZwergsorten Harzer Kind, leicht rosa und überreich blühend, Skorpion, karminscharlach, sehr bizarrgeformt, ferner die Neuheiten der Firma Friedhofsinspektor Kittel, rein karminrosa, Brautjungfer,rosa mit hellen Spitzen und die glühendrote Koralle genannt. Ältere bekannte Sorten sind Night,Progenitor, Mrs. J. J. Crowe, Oda und die sehr edel geformte elfenbeinweiße, aber leider nicht dank-bar blühende Siegfried. Auf einer Seite dieser Tafeln stellte genannte Firma ein Mustersortimentvon Hohenzollernastern in allen Farben aus, die mit den Dahlien in der Schönheit wetteiferten.Es mag keine Kleinigkeit gewesen sein, diese große Blumenmenge in so taufrischem Zustande bisan den Ausstellungsort zu bringen.
Die Firma Max Deegen-Köstritz, deren Inhaber die Enkel des in der Geschichte der Dahlienschon erwähnten berühmten Max Deegen sind, hatte es sich nicht nehmen lassen, neben Edel-dahlien auch einige hübsche Sorten aus der Klasse der Zwerg-, Liliput- und großblumigen Dahlienvor Augen zu führen und ist es unleugbar, daß auch diese Arten immer noch eine Menge Lieb-haber finden. Außer den älteren Deegenschen Einführungen, Sonnenstrahlen, Mars, ErbprinzessinReuß, Juwel, Erlkönig, sah man von Edeldahlien auch die neuere Sternschnuppe, Feinsliebchenund die weiße, sternförmige Schneewittchen. Als Neuheiten zeigte Deegen Aurora und Thusnelda;namentlich die letztere mit ideal geformten Blumen in chamoisrosa, die Petalenspitzen heller getönt,dürfte als hervorragend gelten und sich der vor zwei Jahren in den Handel gegebenen orangerotenThuringia würdig zur Seite stellen.
C. Ansorge-Klein-Flottbek bei Hamburg, der Züchter einer stattlichen Reihe überall geschätzterEdeldahlien für Massenschnitt, hatte der weiten Entfernung wegen nur seine beiden neuestenErrungenschaften, Ansorges Weiße und die chromegelbe Graf Fritz Schwerin zur Schau gestellt, diein der Reichblühigkeit den übrigen Ansorgeschen Züchtungen nicht nachstehen sollen.
Heinrich Junge-Hameln, uns schon als Spezialist in winterharten Nymphäen und Teichpflanzenbekannt, bewies auch seine Leistungsfähigkeit auf dem Gebiete der Stauden und Dahlien. Besondersinteressant waren seine neuesten großblumigen, rosenroten und ultramarinblauen Herbstastern; einkleines aber gutes Sortiment von Edeldahlien schloß sich daran an.
Unter dem Namen J. H. Jackson prangte in der Gruppe von Dänhardt & Müller-Mettmanneine Anzahl tief purpurschwarz gefärbter Dahlien, die in der Größe und edlen Form alle gleich-farbigen bedeutend überragten und war diese Einführung genannter Firma zweifellos mit dasBeachtenswerteste unter dem Neuesten. Von den vielen Sorten seien der schönen Blumen wegenhier genannt: Lord Roberts, Winsome, Etna, Ibis und die ihr ähnelnde Thuringia. Alle Blumenwaren von größter Vollkommenheit und man sah es ihnen an, daß sie nicht wie die übrigen unterder Einwirkung einer langen Reise zu leiden gehabt hatten. Das feine Grün zwischen die Gläsergestellter Adiantum ließ die schöne Aufstellung noch effektvoller erscheinen.
Eine eigenartige, aber ebenso praktische wie hübsche Aufstellung hatte G. Bornemann-Blanken-burg a. H. für seine Dahlienkinder gewählt. Er hatte dünne Stangengläser in das Grün aufgestellterAsparagus Sprengeri und Adiantum gesteckt und dadurch für seine Blumen einen wirkungsvollenUntergrund geschaffen. Es waren durchweg eigene Züchtungen, allen voran die liebliche zart rosen-rote Bornemann's Liebling, die ihr etwas ähnelnde Prinzeß Ilse, gefolgt von Ritter Bodo, Raub-graf, Rosel, Klemm, Bernstein und Prunella.
Nunmehr wenden wir uns, geblendet von der Fülle des geschauten Schönen, wieder dem Aus-gange zu und stoßen da noch auf eine Glanzleistung der Hoflieferanten J. Lambert & Söhne-Trier, deren Musterblumen von diversen Astern neben den sehr langstielig geschnittenen Edeldahliennicht unbemerkt bleiben konnten. Die Dahlien wiesen eine Ausbildung auf, wie man sie in derganzen Halle kaum so schön sehen konnte; Aufsehen erregten besonders die Riesenblumen vonGreens White, Siegfried, Die Fee, Jugend, Night, Frau Hermine Marx und die zweifarbige, kralliggebaute Gabriel. Jedem Beschauer drängte sich die Frage auf, wie es möglich sei, solche Pracht-blumen zu ziehen, doch dies dürfte wohl vorläufig noch ein Geschäftsgeheimnis bleiben.
Die Ausstellung der Dahlien-Gesellschaft im Hörder Pavillon hätten wir nun eingehend beleuchtet.Gewissermaßen dazugehörend ist auch das etwa 2000 qm große Terrain im hintersten Teile derAusstellung gelegen, wo die Firmen C. Ansorge-Klein-Flottbek, G. Bornemann-Blankenburg a. H.,