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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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DIORAMA

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sich in manchen Punkten wesentlich von ihm unterscheidet. Der Italiener wählte für seinen Gartenden schönsten Platz, der ihm weite Aussichten in die reizvolle Landschaft und Erholung von denStrapazen des Tages bot. Der Franzose brauchte zur Zeit der Entwicklung der Gartenbaukunstunter Ludwig XIV. keine Umgebung. Es genügte ihm, wenn er sich in seinem Garten belustigenund allerhand Zerstreuung finden konnte. Weite, große Flächen auf der einen Seite wechseltenab mit kleinen, grünen Kabinetten und Laubengängen, die sich bis ins Kleinliche hinein verloren,und dem Geplätscher mannigfacher Wasseranlagen. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahr-hunderts vollzog sich die Umwandlung aus dem Kleinlichen in das Große, entwickelte sich derfranzösische Gartenstil, der jahrhundertelang die Welt beherrschte und erst durch den unregel-mäßigen englischen Stil abgelöst wurde. Die Spielereien fielen fort; vor dem Schlosse wurdengroße Prospekte geschaffen mit Terrassen von mächtigen Dimensionen und großartigen Wasser-künsten und die Alleen, ähnlich den Galerien, mit langen Reihen von Bildwerken geschmückt. Sogaben auch Hardt und Hambüchen eine Vorstellung vom französischen Garten, indem sie uns voneiner erhöhten Allee aus die Ansicht über das mit einer plastischen Gruppe geschmückte Wasser-bassin durch eine breite Allee auf das Schloß genießen ließen.

Die Reihe der Dioramen wurde geschlossen durch den Englischen Garten von ProfessorChristian Kröner, dem Professor Hugo Mühlig bei der Ausarbeitung zur Seite stand. Mit demenglischen Gartenstil wurde die Herrschaft des französischen Stils gebrochen und der natürliche Stilin Europa eingeführt. Park und weite Wiesen, mit malerisch verteilten Baumgruppen, belebt vongrasendem Vieh, spielen darin eine Hauptrolle. Die geometrische Regelmäßigkeit ist aufgegeben, unddie Wege sind in natürlichen Windungen den Bewegungen des Terrains angepaßt. Kunstvoll geschnitteneBäume und Hecken, leuchtende Beete und aufgestellte Statuen verschönern das Bild, das von sanften,

Christian Kröner und Hugo Mühlig

Englischer Garten