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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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DIORAMA

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Georg Hacker

Assyrischer Garten

umfangreiche Wasseranlagen bringen Küh-lung und berieseln die Anpflanzungen.Hacker zeigte in seinem Diorama einengewaltigen Palast, von dem aus breite,von Sphinxen flankierte Treppenanlagenin den Park führten. Ein Riesenbassin amFuße, von Ruhesitzen umgeben, spendeteerfrischende Kühle und lud zu erquickendemBade ein; Palmen, Clematis, Rosen, Jasminund Schlinggewächse belebten den Park.Das folgende Bild stellte den IndischenGarten von Fritz von Wille dar. Wirblickten aus einer mit Strohmatten ver-hängten offenen Veranda eines Privathausesauf ein feenhaftes Bild. Die Morgen-dämmerung lag auf der tiefblau gestimmtenLandschaft. Die ersten Strahlen der auf-gehenden Sonne ließen rosarote Lichterauf den Wolkengebilden erzittern, in dieder ersterbende Mond hinabglitt. Einegeheimnisvolle Feierstimmung lag auf Parkund Teich, in dem sich die auf reliefge-schmückter Balustrade stehenden heiligenElefanten widerspiegelten, als ob sie die

geweihten Krokodile belauschen wollten. Im Hintergrunde murmelte der Ganges sein uraltes Gebet,und aus der üppigen Vegetation stiegen sinnlich berauschende Düfte empor. An den Palast, der anMotive aus Benares erinnerte, schlössen sich die Hallen und Häuser der dahinterliegenden Stadt an.Es folgte der Mittelalterliche Garten von Professor Alexander Frenz. Der beschränkte Raumeiner mittelalterlichen Burg, der, je enger ihn der Burgring umzogen hatte, die Verteidigung um soeinfacher machte, ließ für den Ziergarten naturgemäß nur wenig Fläche übrig. Er fand meistensseinen Platz an der Burgmauer oder innerhalb eines von Gebäuden umschlossenen Hofes. Frenzzeigte seinen gotischen Garten in der Hochsommerblüte inmitten einer romanischen Architektur, dieder Abtei St. Bavo in Gent entnommen war. Man blickte aus einem Seitengebäude über die zinnen-gekrönten Mauern des Burggartens hinweg in das bescheidene Gärtchen, in dem Hollunder, Flieder,Rittersporn, Fingerhut und Königskerzen blühten, die Rotbuche lispelte und ein kupfernes Zier-brünnchen lustig plätscherte. Durch den Arkadengang sah man im Hintergrunde den Burghof,dessen Gebäude in den Strahlen der Nachmittagssonne in goldgelbes Licht getaucht erschienen. Vordem Spalier, das den Ziergarten vom Küchengarten trennte, saß das Burgfräulein, traumverloren dennach Brosamen haschenden Vögeln zuschauend.

Den Schluß der Dioramenreihe auf dieser Seite bildete der Japanische Garten von GeorgWittschaß. Der Japaner hat eine Vorliebe für groteske Naturformen, die er in seinem Garten in

kleinerem Maßstabe nachahmt. Mehr nochals der Chinese ist er darin vom Natür-lichen abgekommen und läßt seiner reichenPhantasie in der Züchtung merkwürdigerGewächse freien Lauf. Ihn reizt das Linien-spiel der Zwergpflanzen, die er mit größterLiebe in jahrzehntelanger, mühsamer Arbeitzieht. Je kleiner sein Garten ist, destogrößer ist mitunter der Reichtum an aller-hand absonderlichem Detail.

Wittschaß führte uns aus dem japa-nischen Hause in den unmittelbar darananstoßenden, in der Vystalienblüte stehendenGarten. Ein kleiner, verdeckter Wasserfall,in Stufen abfallend, begrüßte uns zur Rechten,während sich links der Blick in der Land-schaft verlor und im Hintergrunde anFritz von Wille indischer Garten dem heiligen Berge Fudjy haften blieb. Über

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