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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG
Max Volkhart
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beklagenswerte erbitterte Kampfdoch nur ein Streit um desKaisers Bart, der die große Mehr-heit des verständigen Publikumskalt läßt. Denn für diese kannes sich nicht darum handeln,ob die eine oder andere Rich-tung, die nur zu häufig mitverwirrenden Modeströmungenidentisch ist, einen Grad mehroder weniger Berechtigung aufAnerkennung hat oder nicht,als vielmehr darum, ob demVolke gute Kunst geboten wird.Und für gute Kunst hat geradeder gesunde Sinn der rheinischenBevölkerung eine vortrefflicheNase.
Die Jugend will auch einmalzu Worte kommen, das ist ihrgutes Recht, und das ist ihr inDüsseldorf nicht verkümmertworden. Die Ausstellung von1904 war ihr in der Tat fastganz überlassen und aus diesemGrunde hatte die Veranstaltungein ganz anderes Aussehen erhalten, als es von Kennern der Düsseldorfer Kunst erwartet wordenwar. Ein getreues Bild ist dabei nicht herausgekommen, vielmehr hatte man es mit einemtastenden Versuche zugunsten eines kommenden Geschlechtes zu tun. Wohl läßt sich nach diesemersten Versuche erwarten, daß die zukünftigen großen Ausstellungen durch ein Zusammengehen derAlten und Jungen ein tatsächliches Bild von der Leistungsfähigkeit der Düsseldorfer Kunst gebenwerden, da dank dem von Professor Fritz Roeber ins Leben gerufenen „Verein zur Veranstal-tung von Kunstausstellungen" einerseits die beständige Zuführung frischer Kräfte gesichert ist undes anderseits der Gesamtvertretung der Düsseldorfer Künstlerschaftunbenommen bleibt, eine größere Stetigkeit an den Tag zu legen.Diesmal ist arg geschwankt und gefackelt worden, aber daß beidiesem kindlichen Tappen so ohne weiteres die Alten aus demFelde zu drängen sind, wird wohl im Ernste niemandem einfallen,denn selbst denen, die mit den jungen Draufgängern durch Dickund Dünn zu gehen gewohnt sind, wird es kein allzu schweresZugeständnis sein, daß auf der vergangenen Ausstellung der einePeter Janssen an positivem Können, der eine Eduard vonGebhardt an tiefinnerlichem, menschlichem Erfassen mehr auf-wog, als der Inhalt aller Düsseldorfer Säle zusammengenommen,wobei ein oder zwei Ausnahmen gelten mögen.
Nicht auf dem Wege des Haders, der die unheilvollste Zersplitte-rung im Gefolge hat, wohl aber auf dem der friedlichen Zusammen-arbeit, des achtungerheischenden Geltenlassens jeder künstle-rischen Ansicht, wenn sie nur ehrlich gemeint ist, kann für dienächste Zukunft der Düsseldorfer Künstlerschaft Ersprießliches er-wartet werden, und der Boden dazu ist eben in jener Einrichtunggegeben, die mit Fritz Roebers Namen ebenso unvergänglichverknüpft bleiben wird, wie mit dem neuen Kunstpalaste.
Wenn in nachstehender Besprechung die Düsseldorfer Künstlervorangestellt sind, so möge das im Anschluß an das soeben Ge-sagte entschuldigt werden. In den Ausführungen kann es sichnatürlich, wie an dieser Stelle begreiflich erscheinen wird, wenigerum kritische Betrachtung, als um eine referierende Zusammen-fassung des Gebotenen handeln. Walter Petersen, Porträt der Frau M.