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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG

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kräftigen Geruch der eigenen Scholle ver-rieten nur wenige und ebenso wenigen sahman die Selbstverständlichkeit ihres Ent-stehens an. Es könnte fast scheinen, als obhiermit der Sehnsucht nach einer bestimmtenStileinheit Ausdruck gegeben werden solle,die ebenso verderblich sein und tötlicherLangweile anheim fallen würde, wie dasunstete Zerflattern der Kräfte. Mit nichten.Es soll vielmehr darauf hingewiesen werden,daß es eine dringende Notwendigkeit ist,daß wieder gesunde Anschauungen über dieAufgaben der Kunst in Düsseldorf Platzgreifen, daß es an der Zeit ist, daß wiederrückhaltlose Erkennung der eigenen Mittelund strengste Selbstzucht jedem Einzelnenals elementarste Forderungen in Fleisch undBlut übergehen. Es war doch von jeherdie Kraft und der Stolz der Düsseldorfer,daß sie nichts Unfertiges vor die Öffentlich-keit brachten, daß sich ihr Streben und Ringen hinter den stillen Wänden des Ateliers abspielteund nicht auf offenem Markte ausgetragen wurde. Heute ist es anders geworden, leider! Dennes ist ein Jammer zu sehen, wie die hoffnungsvollsten Kräfte nach den besten Ansätzen vor demZiele stoppen, weil ihnen der Atem ausgeht und sie aus Mangel an Energie und Selbstzucht nichtwagen, den letzten entscheidenden Sprung zu tun. Bis zum Überdruß ist im letzten Jahrzehntüberall da, wo gepinselt und gemeißelt wird, ein Unterschied zwischen alter und neuer Kunstkonstruiert und in allen Tonarten besprochen worden. Als ob die Kunst zeitlichen Wandlungenunterworfen wäre! Da muß es zum Lobe der rheinischen Künstlerschaft gesagt sein, daß Düssel-dorf im Kampfe der Meinungen insofern eine exklusive Stellung einnahm, als es seine häuslichenZwiste nicht vor den Augen der neugierigen Welt, sondern zwischen seinen vier Pfählen ausfocht.Das war klug, denn der Gang der Dinge hat gezeigt, daß bei dem ganzen wütenden Gekläff, mitdem das krampfhafte Vordrängen ehrgeiziger Persönlichkeiten begleitet war und wird, nicht dasgeringste positive Ergebnis für die bildende Kunst gezeitigt worden ist. Zu guter Letzt ist dieser

Eugene Dücker

Der grosse Stein

G. von Bochmann

Ankunft der Heringsschiffe