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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

Restauration Schwarzwaldhäuschen im Vergnügungspark

Kunst. Die große Halle erschienwie ein mächtiger belebter Markt-platz, in den zahlreiche Straßeneinmünden. Die Kunst der hierentwickelten dekorativen Malereierfreute durch ihre Frische, Sicher-heit und Originalität das Auge anjedem Fleck. Man hatte das Gefühl,vom Mittelplatze überall in dieStraßen mit ihren entlegenen, heim-lichen, weltverlassenen Nischenund Winkeln hineinzuschauen undlängst der Vergänglichkeit über-gebene Baulichkeiten und Stadt-abschnitte in Wirklichkeit wieder-zusehen. Da fehlte von den altenDüsseldorfer Städteheiligtümernkaum ein einziges; inmitten derGegenwart wanderte man durchdie Vergangenheit. Und im Gegensatze zu der Promenade unter den Palmen machte man diejenigedurch Alt-Düsseldorf nicht allein ungestraft, sondern sogar bestens belohnt. Außer der historischenkonnte man sich auch der leibhaftigen Erquickung in umfassender und vielseitiger Weise teilhaftigmachen. Als erstes Haupt- und Normalgetränk floß würziges obergäriges Weißbier und zwar inOriginalausgabe, nicht in jener schaumreichen Mischung, die heute vielfach an seine Stelle getretenist. Dann hatte man verschiedene süddeutsche Bräus zur Verfügung, darunter das köstliche undpreisliche Fürstenberger aus Donaueschingen, Schnäpse, Wein und sogar Sekt. Dort, wo der Weinbegann, hatte es mit dem Kellnerfrack ein Ende und diesüddeutsche" Bedienung trat in ihr Recht:gefällige Mädchen, die gern und liebenswürdig die Wirte beim Becherlupf machten und bescheiden,aber gründlich Bescheid taten. Das Weinrestaurant hatte auf der Rampe des alten Schenkhausesder Drachenfels" seinen Wohnsitz; eine Treppe tiefer, in einer von Blüten und goldigem Reblaubumsponnenen Veranda, saß die junge Dame mit dem blassen feinen Gesicht, die mit ihren schlankenFingern so sicher und geschickt die schäumenden Flaschen zu öffnen verstand. Mit einer gewissenfreudigen Genugtuung den blanken Schädel dem vom Kohlentor zum Rathause hin und herwehendenLuftzuge preisgebend, schritt der Wirtschaftsverwalter, Herr Simons, durch die Reihen der Tischeund Stühle, und besondere Freude machte es ihm, wenn die Gerichte seiner gut bürgerlichen Kücheden Gästen mundeten. Von derOrchester-Balustrade trompeteteeine Musik-Banda in den Saalhinab und, wie es bei Ausstel-lungen so üblich ist, sangen beibesonders bekannten und beliebtenMelodien die Gäste die zweiteStimme mit. Nach Alt-Düsseldorfpilgerten die Ausstellungsbesucherbesonders gern in jenen Tagen,wo Succi in seinem verriegeltenGlashause saß und, um seinenAppetit zu stillen, den Vorrat ankohlensaurem Wasser bebrütete,den er mit in seine nahrungs-lose Prison genommen hatte. DerGegensatz reizte zu ganz beson-derer Leistungsfähigkeit.

Hinter Alt-Düsseldorf schloßeine große Barriere die Ausstellungab. Dahinter sah man allerhandphantastische Bauwerke und eben-so fremdartige Menschenkinder.Passierte man die Schranke, so Restaurant Ait-Düsseidorf