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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

Wasserrohrnetz angeschlossene Aussteller waren 81 Wassermesser aufgestellt. Verschiedene Ver-brauchsstellen wie Springbrunnen, Zapf hähne, waren unmittelbar angeschlossen. Der Wasserverbrauchbetrug im Durchschnitt täglich 1507 cbm, was für die Zeit vom 1. Mai bis 23. Oktober 265 230 cbm ergibt.Zum Schutze gegen Feuersgefahr waren 60 Überflurhydranten im Freien aufgestellt.

Die Kanalisation

Für die Entwässerung kam es der Ausstellung zustatten, daß zu diesem Zwecke die städtischenKanäle und auch diejenigen, welche von 1902 liegen geblieben waren, in Benutzung genommenwerden durften. Allerdings waren die letzteren infolge des Abbruches der verschiedenen Aus-stellungsbaulichkeiten und durch die Veränderungen, die am Gelände selber vorgenommen wordenwaren, nicht unerheblich beschädigt; gleichwohl blieben aber die Kosten für die Wiederherstellung,welche die Ausstellung zu tragen hatte, hinter denjenigen zurück, die entstanden wären, wenn einevollständige Neuanlage hätte ausgeführt werden müssen. Die Abwässer des Ausstellungsgeländeswurden teilweise durch die Reinigungsanlage, teils direkt in den Rhein geführt, während die Not-auslaßkanäle der früheren Ausstellung auch der zweiten zur Abführung der schwersten atmo-sphärischen Niederschläge dienen mußten. Um diese Kanäle bei der veränderten Gestaltung desGeländes in richtige Funktion zu bringen, mußten neue Verbindungsleitungen von mehrfach erheb-licher Länge angelegt werden. Die Eigenart der neuen Ausstellung mit ihren vielen Sehenswürdig-keiten und den zahllosen Wasserentnahmestellen erforderte zwar kein in großen Dimensionengehaltenes, aber ein ausgedehntes und stark verzweigtes Netz von Entwässerungsleitungen. Ganzbesondere Sorgfalt wurde den tief gebetteten Rasen- und Pflanzstätten und vor allem den Rosen-kulturen zuteil, welch letzteren zum Teil ablallendes Terrain zugewiesen war, das speziellen Schutzgegen Nässe erforderte. Nicht minder erstreckte sich die Sorgfalt auf die Verkehrs- und Promenaden-wege, deren kiesiger Untergrund die bezüglich der Durchlässigkeit im Jahre 1902 darauf gesetztenErwartungen nicht erfüllt hatte. Es wurden daher bei der Herstellung der Wege Kanaleinläuteangebracht, welche eine Überflutung jener und des anstoßenden Geländes in zweckentsprechenderWeise verhinderten. Die Dimensionierung der neuen Kanäle erfolgte nach der Annahme von110 Liter pro ha und Sekunde bei Dachflächen und 40 Liter bei Wegen und anderen Flächen.Betriebswassermengen kamen nur bei dem Maschinenhaus und dem Gradierwerke in Betracht; siekonnten aber wegen des vorhandenen Gefälles durch eine Leitung von 250 mm Lichtweite abgeführtwerden. Das 5 000 cbm enthaltende Bassin der Wasserrutschbahn, dessen Entleerung vorschrifts-mäßig binnen 3 Stunden bewirkt werden mußte, war über einer der Hauptleitungen angelegt, besaßalso zur Entleerung eine ganz bevorzugte Lage. Die Anschlußleitungen nach den einzelnen Gebäudenund Entwässerungsstellen wurden durch die Ausstellung aul Kosten der Eigentümer hergestellt.Auf diese Weise gelang es, die Leitungen fast ausnahmslos rechtzeitig herzustellen und zu vermeiden,daß gärtnerisch fertiggestelltes Terrain, bezw. fertige Wege wieder durchbrochen werden mußten.Auch die Ausführung der Entwässerungsgrundleitungen innerhalb der Gebäude und Pavillons, dienach den Bestimmungen den Besitzern oblag, wurde mit Rücksicht auf die günstigen Vertrags-bedingungen durchweg dem Ausstellungsunternehmer zugewiesen. Außer den gemauerten städtischenKanälen dienten zur Entwässerung des Ausstellungsgeländes 663 Meter Kanalleitungen von 600 mmLichtweite, 200 Meter von 500 und 2085 von 450 bis 200 mm Lichtweite Diese letzteren Kanal-strecken stammten sämtlich aus dem Jahre igo2. Ausgeführt wurden auf Kosten der Ausstellungbezw. der Aussteller einschl. des Vergnügungsparkes 4550 Meter Entwässerungsleitungen in derLichtweite von 300 bis 100 mm und 54 Sinkkasten zur Entwässerung der Wege und des Terrains.

Die notwendigen Eisenteile als Brunnenabdeckungen, Sinkkastenroste usw. wurden seitens derStädtischen Verwaltung der Ausstellung gegen eine entsprechende Leihgebühr und Rückgabe überlassen.

3. Verkehrsmittel, Verkehrsanlagen, Fürsorge für die Fremden

Der Gartenbau-Ausstellung war es auch in bezug auf die Verkehrsmittel möglich, sich noch dieEinrichtungen der früheren Ausstellung zu Nutzen zu machen. Die Gewerbe- und Industrie-Aus-stellung des Jahres 1902 hatte mit der Firma A. Renner in Braunschweig ein Abkommen getroffen,die die Eisenbahngleise in Verbindung mit der Hafenbahn legte. Während die Firma damitbeschäftigt war, die Gleise zu beseitigen, waren bereits die Vorarbeiten für die neue Ausstellung imGange; es wurde deshalb mit A. Renner ein Abkommen getroffen, wonach er ein Bahngleise inder Länge von 1680 laufenden Metern leihweise überließ, die im Anschluß an die Hafenbahn bis zumEnde des Vergnügungsparks gelegt wurden. Die Gleisanlage führte am Rhein entlang über das