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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

Regina-Bogenlampen-Fabrik G. m. b. H. in Cöln-Sülz; nur die einzelnen Kojen und Gänge imDiorama sowie einige Gewächshäuser waren durch Glühlampen beleuchtet; insgesamt waren in denHallen 81 Bogenlampen und 540 Glühlampen vorhanden.

Fast sämtliche Gebäude waren an der Außenseite mit Illuminationseinrichtungen versehen, wozu

2 Scheinwerfer, 12 Bogenlampen und 6500 Glühlampen erforderlich waren.

Die Glühlampen waren 8- bis 10 kerzig und in einem Abstand von 50 cm an den Konturen derGebäude angebracht. Sie waren an besonders konstruierten Illuminationsfassungen befestigt, die vonder Firma W. Lang & Co., Düsseldorf, geliefert waren und sich sehr gut bewährten. Der abziehendeDampf des Gradierwerkes wurde durch 90 rote Glühlampen sehr effektvoll beleuchtet. Die hierfürerforderlichen wasserdichten Armaturen waren von der Firma H. Köttgen & Co. in Berg.-Gladbachgeliefert.

Für die Restaurants und anderen Pavillons kam ausschließlich elektrische Beleuchtung in Betracht;hierfür waren zusammen 106 Bogenlampen und 1045 Glühlampen in Verwendung. Für die Glüh-licht-Beleuchtung des Hauptrestaurants hatte die Firma Otto Schlee in Biberach mehrere sehrgeschmackvoll ausgeführte Beleuchtungskörper überlassen; die Beleuchtungskörper im Fürstenzimmerwaren von der Firma Schervier & Co. in Düsseldorf geliefert.

Die Wegebeleuchtung erfolgte gleichfalls ausschließlich durch Elektrizität und umfaßte 244 Bogen-lampen. Sie waren fast durchweg mittels eiserner Ausleger an Holzmasten angebracht und hattenetwa 5 m Lichtpunkthöhe; der Mastenabstand betrug 25 bis 30 m. Die Lampen waren zu je vierenhintereinandergeschaltet, und auch hier kamen Regina-Dauerbrandlampen sowie Flammbogenlampenund gewöhnliche Bogenlampen der Firma K. Weinert in Berlin zur Verwendung. Diese Lampenwaren gegen eine mäßige Vergütung, in der auch die Instandhaltung einbegriffen war, leihweiseüberlassen worden; auch die erforderlichen Aufzugswinden wurden von der Firma H. Köttgen & Co.in Berg.-Gladbach der Ausstellung geliehen.

Mit Rücksicht darauf, daß in der Ausstellungszentrale keine Akkumulatorenbatterie vorhandenwar, wurde der aus dem städtischen Leitungsnetz zur Verfügung stehende Gleichstrom von etwa60 KW. hauptsächlich für Notbeleuchtungszwecke verwandt, u. a. war eine Not- und Nachtbeleuchtungvon 70 Glühlampen über das ganze Gelände verteilt, alle Restaurants hatten mehrere Lampen ein-gerichtet, die mit städtischem Strom betrieben wurden; auch waren die Motoren für die Spülmaschinenund Kartoffelschälmaschinen in den Restaurationen an die Stadtleitung angeschlossen, da sie täglichbereits sehr früh in Betrieb genommen wurden und die Ausstellungszentrale erst von nachmittags

3 Uhr Strom abgab. Die Beleuchtungsanlage des Restaurants im Kunstpalast war ebenfalls an dasstädtische Gleichstromnetz angeschlossen. Auch in der Maschinenhalle wurde ein Teil der Lampenmit Stadtstrom versorgt und die zum Betriebe der Kondensation und der Sauggasanlage vorhandenenMotoren waren auf die Stadtleitung umschaltbar eingerichtet.

Die Gesamtzahl der vorhandenen Bogenlampen betrug 443, die der Glühlampen 8165. AnMotoren waren 18 vorhanden, die meistens zum Betrieb ausgestellter Maschinen verwandt wurden.Ein Motor von 45 P.S. betrieb eine Pumpe für die Wasserfälle in den Anlagen des Betonvereins,3 Motoren dienten zum Antrieb der Kondensationsanlage und 2 zum Betrieb von Exhaustoren für dieGeneratorenanlage. Die Gesamtleistung der Motoren betrug 103 P. S.

In Anbetracht der verhältnismäßig nicht sehr umfangreichen Installationsarbeiten wurde einebesondere Montage-Abteilung durch die Ausstellung nicht eingerichtet. Die Arbeiten wurden vielmehran die Firma W. Lang & Co. Düsseldorf und an die Baugesellschaft für Elektrische Anlagenin Düsseldorf vergeben. Diese Firmen übernahmen die betriebsfertige Montage, die leihweiseÜberlassung der Materialien und die Demontage der gesamten Wege- und Gebäudebeleuchtung,sowie der Illuminations-Einrichtungen. Bei Ausführung aller dieser Arbeiten und bei späterenReparaturen war eine lange, fahrbare und ausziehbare Leiter von großem Vorteil, die die FirmaC. D. Magirus in Ulm a. D. zur Verfügung gestellt hatte. Die Beistellung der Masten nebst Aus-leger und Aufzugsvorrichtungen sowie der Glühlampen blieb Sache der Ausstellung. Die wasser-dichten Armaturen für die Glühlicht-Notbeleuchtung und für die Beleuchtung in den Gewächshäusernwurden anderweitig und zwar durch die Firma H. Köttgen & Co. in Berg.-Gladbach in dankens-werter Weise gegen Leihgebühr überlassen.

Für die Ausführung der Arbeiten galten die Installationsvorschriften des Städtischen Elektrizitäts-werkes in Düsseldorf, welches auch die erforderlichen Elektrizitätszähler der Ausstellung gegenmonatliche Miete überwiesen hatte. Den Restaurateuren und sonstigen Abnehmern wurde derStrom auf Grund besonderer Stromlieferungsbedingungen geliefert; der Preis für die Kilowattstundezu Lichtzwecken betrug 70 Pfg., zu Kraftzwecken 40 Pfg. Auf die Beträge für Lichtstrom wurdebei einem Verbrauch über 300 M. Rabatt bis zu 25 °/o gewährt. Kleinere Abnehmer, wie Kioske,Verkaufsläden usw. konnten den Strom auch zu einem Pauschalsatz erhalten.