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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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91
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

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Der Durchmesser der drei Plunger betrug 215 mm, der Hub 200 mm, der Kraftbedarf 10 P. S., einemStromverbrauch von 9 KW. entsprechend.

Zur Sicherheit dieses Betriebes war seitens der Aktien-Gesellschaft Mix & Genest, Cöln, eineWasserstands-Vermelde-Anlage zur Anzeige des jeweiligen Wasserstandes im Kühlturmbassin zurAusführung gebracht.

Zur fortlaufenden Bestimmung des Kohlensäuregehalts in den Rauchgasen auf chemischem Wegehatte die Firma Ados' Feuerungstechnische Gesellschaft m. b. H. einen Adosapparat aufstellenlassen. Dieser Kontrollapparat arbeitete selbsttätig und registrierte die Resultate so, daß er jederzeitein genaues Bild von der Qualität der Feuerung gab.

Zur Messung des Zuges war von der Firma Christian Bülles ein Zugmesser, Patent Arndt,mit selbsttätiger Registrierung der Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Ferner sandte die Armaturenfabrik Seh äffer & Budenberg aus Magdeburg-Buckau einen Kontroll-manometer, welcher die jeweilige Dampfspannung des Dampfkessels zur graphischen Darstellungbrachte und selbsttätig registrierte. Außerdem waren der letzteren Firma noch die für die Dampf-und Kondensations-Leitungsanlagen erforderlichen Ventile und Schieber zu danken. Die einzelnenRohrleitungen waren von den Maschinen-Ausstellern selbst übernommen, während die für dieseerforderlichen Dichtungen von den Firmen Friedrich Götze, Burscheid bei Aachen, kostenlosgeliefert waren.

Die Öle, die für die gesamte Maschinenanlage für die ganze Dauer der Ausstellung erforderlichwaren, hatten die Firmen Ernst Schmidt in Düsseldorf sowie Breymann & Hübner in Hamburgunentgeltlich zur Verfügung gestellt; die Lieferungen dieser Firmen sind stets zur Zufriedenheitausgefallen.

Die vorbeschriebenen maschinellen und elektrischen Einrichtungen der Maschinenhalle genügtenfür die Stromlieferung, soweit das eigentliche Ausstellungsgelände in Betracht kam; für dasanstoßende, umfangreiche Gelände des Vergnügungsparkes mußte jedoch eine besondere Transformator-Station im Anschluß an das Drehstromnetz des städtischen Elektrizitätswerkes errichtet werden. Fürden Betrieb der Ausstellungszentrale war an der südlichen Wand der Maschinenhalle eine Haupt-Schalttafel aufgestellt, von der die Verteilung des Stromes erfolgte und an der gleichzeitig dieMaschinen der Gesellschaft für elektrische Industrie in Karlsruhe geschaltet wurden; eine zweiteSchalttafel neben dem Haupteingang trug die Apparate und Instrumente für die Schaltung derDynamos der Deutschen Elektrizitätswerke zu Aachen. Da, wie erwähnt, auch Strom aus demstädtischen Gleichstromnetz auf der Ausstellung zur Verwendung gelangte, so wurde auch für dieseZwecke eine besondere Schalttafel in der Maschinenhalle angebracht.

Die Schalttafel der Deutschen Elektrizitätswerke war durch Kabel mit der Hauptschalttafel ver-bunden und von der Baugesellschaft für elektrische Anlagen in Düsseldorf geliefert. DieApparate und Instrumente der Hauptschalttafel und der Schalttafel für städtischen Strom waren vonder Firma W. Lang & Co. in Düsseldorf hergestellt und stammten aus der Fabrik von Dr. PaulMeyer Act.-Ges. in Berlin. Außer den zum Betriebe der ganzen Anlage orforderlichen Apparatenund Instrumenten hatte die letztere Firma noch verschiedene Apparate ausgestellt, welche nicht zuBetriebszwecken dienten; u. a. einen automatisch betriebenen Doppelzellenschalter neuester Kon-struktion und einen automatischen Spannungsregulator, die sich beide, ebenso wie die geliefertenApparate und Instrumente, als von sehr zweckmäßiger Konstruktion und vorzüglicher Ausführungerwiesen.

Von der Hauptschalttafel und der erwähnten Schalttafel für Stadtstrom führten unterirdisch ver-legte, konzentrische Kabel nach fünf Speisepunkten, die über das ganze Gelände verteilt waren. Vonda aus wurden die Leitungen innerhalb oder außerhalb der Gebäude oberirdisch weitergeführt. DieGesamtlänge der unterirdisch verlegten Kabel, die von den Land- und Seekabelwerken A.-G.in Cöln-Nippes leihweise überlassen waren, betrug 2,4 km.

Die Kabelfabrik hatte außerdem in der Maschinenhalle einen Schrank ausgestellt, in dem sie dieverschiedensten Muster und Proben ihrer umfangreichen Fabrikation vorlegte.

Die Dynamomaschinen arbeiteten bei 220 Volt in Parallelschaltung. Der von der Stadt gelieferteStrom hatte 2 X I0 7 Volt Spannung bei geregeltem Mittelleiter. Der erzeugte Strom wurde in ersterLinie für die gewöhnlichen Beleuchtungszwecke verwandt; sodann galt es zu gewissen Zeiten dieGebäude zu illuminieren, und auch einige Motoren waren angeschlossen. Fast sämtliche Ausstellungs-gebäude, mit Ausnahme der Kunsthalle, der gewerblichen Abteilung und der kleineren Gewächs-häuser, waren mit Beleuchtungseinrichtungen versehen und blieben durchschnittlich bis 9 Uhr demPublikum geöffnet.

Zur Verwendung gelangten fast ausnahmslos Bogenlampen und zwar: Flammbogenlampen undgewöhnliche Bogenlampen von der Firma K. Weinert in Berlin und Dauerbrandlampen von der