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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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VERTEILUNG DER ARBEITEN

verzweigten Gartenbaubureau, wie es diese Ausstellung verlangte, vorzustehen. Dabei führte er dieGeschäfte mit großer Umsicht und hatte eine außergewöhnlich geschickte Art des Verhandeins.Piel, der täglich schon in den frühesten Morgenstunden auf dem Gelände war, hatte durch seinenPflichteifer wie durch sein sicheres Verteilen der Arbeit, die eine überflüssige Tätigkeit ausschloß,alle seine Untergebenen zu begeisterten Mitarbeitern gemacht. Er kannte keine Ruhe, ehe er nichteine übernommene Aufgabe fertiggestellt hatte, und scheute keine Mühe, um den verschiedenartigstenan ihn gerichteten Wünschen gerecht zu werden. Über sein eigentliches Gebiet hinaus war er demVorstand ein wichtiger Ratgeber bei Meinungsverschiedenheiten in der Gärtnerwelt, bei Beratungenim Kunstausschuß, wie er auch als Preisrichter mit Erfolg wirkte.

7. Betriebsdienst auf dem Gelände

Noch war man mit dem Abbruche der von der Industrie- und Gewerbe-Ausstellung igo2stammenden Baulichkeiten beschäftigt und schon wurde mit den Vorarbeiten für die neue Aus-stellung begonnen. Zunächst wurden verschiedene Einfriedigungen abgeändert und mehrereprovisorische Einzäunungen aufgestellt, die indessen infolge wiederholter Vergrößerung und Erweiterungdes Ausstellungsterrains immer mehr nach Norden und Süden vorgeschoben werden mußten. Als-dann erfolgte die Einrichtung des Sicherheitsdienstes an den Eingängen und auf dem Gelände,ebenfalls durch die technische Abteilung. Man übernahm hierzu einige von der Ausstellung 1902bewährte Aufseher, die teils an den Eingängen zur Kontrolle postiert wurden, teils auf dem Geländefür die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen hatten. Anfänglich wurden auch die Eintritts-karten für die Baufirmen, die Handwerker und Arbeiter durch die technische Abteilung ausgestelltund ausgegeben. Diese Arbeit aber wurde nach Vergrößerung des Betriebes der speziell eingerichtetenKartenausgabe überwiesen.

Die Aufseher trugen zuerst nur Dienstmützen, später aber die ganze von der Ausstellung gestellteUniform. Das Aufsehcrpersonal, das durch städtische Polizeibeamte noch verstärkt und unterstüztwurde, unterstand dem am 15. November 1903 in Dienst genommenen Platzmeister Fritsche. Dadieser indessen durch den stetig zunehmenden Güterverkehr und die Angelegenheiten des Eisenbahn-betriebes vollständig in Anspruch genommen wurde, übertrug man die Oberaufsicht am 1. März 1904dem für die Zeit der Ausstellung von der Stadt beurlaubten Polizeiwachtmeister Lenz, an dessenStelle hin wiederum nach dem 8. November 1904 der Platzmeister eintrat. Was die Handhabungder Platz- und Verkehrsordnung, die Diensteinteilung usw. angeht, so wurden hierüber die Aufseherin jeder Woche von dem Polizeiwachtmeister instruiert. Das Aufseherpersonal mußte im Laufeder Zeit, besonders aber unmittelbar vor dem Beginn der Ausstellung, immer mehr verstärkt werden.

Vom 1. Juni

,, 15. November

,, 1. Januar

1. März

,, 22. ,,

1. April

,, 16.

1. Mai

,, 1. August

,, 1. Oktober

23.

,, 1. November

,, 20. ,,

,, 7. Dezember

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1903 ab waren 4 Tagaufseher und 3 Nachtaufseher

1904

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Außerdem war vom 1. Mai 1904 ab bis 15. November 1904 ein Oberaufseher in den Dienstender Ausstellung. Hierzu kommen noch 28 Aufseher mit einem Oberaufseher im Kunstpalast.

Bei der Annahme von Aufsehern wurde mit ganz besonderer Sorgfalt verfahren. Über diePersönlichkeit der sich Meldenden wurden bei der Polizei und den früheren Arbeitgebern genaueErkundigungen eingezogen. Die Verteilung der Aufseher in den Hallen und auf dem Gelände warmit Rücksicht auf die vielen Sonderausstellungen sehr verschieden. Im allgemeinen dauerte dieDienstzeit des Aufsichtspersonals zehn Stunden, gelegentliche Ausdehnung dieser Frist war nichtausgeschlossen. Für besondere Leistungen, wie an den Sonn- und Feiertagen, an den Feuerwerks-