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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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VERTEILUNG DER ARBEITEN

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und Illuminations-Abenden erhielten die beschäftigten Beamten auch besondere Vergütungen. AnLohn bezogen die Aufseher vor Beginn der Ausstellung drei Mark für den Tag und während derAusstellung drei Mark fünfzig Pfennig. Die Kontrolleure an den Eingängen erhielten vier Mark.Die Diensteinteilung war dergestalt, daß jeder Aufseher täglich i'/s Stunde Mittagspause hatte undfür den Monat an zwei Tagen allerdings kamen die Sonn- und Feiertage hierfür nicht in Betrachtdienstfrei blieb. Nach Schluß der Hallen übernahmen die Nachtaufseher dort den Dienst; auf demGelände begann der Nachtdienst abends um 7 Uhr und dauerte bis morgens 7 Uhr.

Der Eisenbahnbetrieb, die Rangierung und Placierung der dreimal täglich durch die Hafenbahnzugestellten Waggons waren Sache des Platzmeisters, der für die Richtigkeit der von ihmgetroffenen Maßnahmen verantwortlich war. Ihm lag es ferner ob, die Speditionsgesellschaft, dieAussteller bezw. Adressaten von dem Einlauf der Materialien und Ausstellungsgegenstände inKenntnis zu setzen und für die rechtzeitige Entladung der Wagen sowie die Rücksendung derDecken und des Packmaterials Sorge zu tragen. Außerdem gehörte die Vornahme von Absperrungenbei Festlichkeiten, Feuerwerken usw. zu den Obliegenheiten des Platzmeisters, dem für diese Arbeiteneine besondere kleine Arbeiterkolonne zur Verfügung gestellt war. Auch die Reinhaltung der Aus-stellungshallen und des Dioramas unterstand dessen Aufsicht und Verantwortung. In diesem Zweigeseines Ressorts waren an jedem Tag nicht weniger als sechzehn Putzfrauen mit Eimer und Besentätig. Sie hatten täglich die Gänge bezw. Wege und Eingänge zu den Hallen zu säubern und dieKokoslaüfer zu fegen, während die Ausstellungsplätze selber von den Ausstellern in Ordnung zuhalten waren. Diese sämtlichen Reinigungs- und Aufräumungsarbeiten mußten bis zur Öffnung derHallen, also spätestens bis 9 Uhr vormittags erledigt sein.

Nicht geringe Mühe verursachten die zahlreichen baulichen Umänderungen in den Hallen, diedurch die verschiedenen Sonderausstellungen bedingt waren. Die technische Abteilung leitete dieseArbeiten. Zur Ausführung der für die Aufbauten erforderlichen Zimmerarbeiten, als da waren:Verfertigung von Stellagen, Böden, Tischen usw., stellte ihr die Ausstellung zwar einen Zimmerpolierund einige Zimmerleute, was indessen nicht genügte, um die Vergebung eines Teiles der betreffendenLeistungen an eine einheimische Zimmereifirma überflüssig zu machen. Bezüglich der Herstellungder einzelnen Dekorationen waren mit einem hiesigen Dekorateur Einheitspreise vereinbart. SämtlicheArbeiten dieser Art mußten binnen kürzester Zeit ausgeführt und während der Nacht vorgenommenwerden, wobei die Handwerker und Platzarbeiter der technischen Abteilung mit in Tätigkeit zutreten hatten. Trotz der für die Abbruchs- und Neuarbeiten im Verhältnis zu ihrem Umfange nursehr knapp bemessenen Zeit ist es doch ausnahmslos gelungen, die sämtlichen Umbauten in denHallen stets rechtzeitig zu den von der Gartenbau-Abteilung gewünschten Terminen fertigzustellen.

8. Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdienst

Die feuerpolizeiliche Überwachung

des Ausstellungsgeländes wurde zu Beginn 1904 als nötig befunden und dementsprechend am9. Februar in der Stärke von zwei Feuerwehrmännern in dem noch zur Verfügung stehenden Wach-lokal der Ausstellung von 1902 eingerichtet. Diese Feuerwehr war mit einem Schlauchwagen nebstHandrohr, zwei Strahlrohren und einem Kreuzschlüssel ausgerüstet. Die telegraphische Verbindungmit den Wachen der Stadt bestand noch vom Jahre 1902 her. Bei Beginn der Ausstellung, 1. Mai 1904,wurde die Wache um einen Oberfeuerwehrmann und vier Mann verstärkt. Der Vergnügungsparkerhielt vom 12. Mai ab eine besondere Wache, bestehend aus einem Oberfeuerwehrmann und vierMann, für die sich das Wachlokal dicht bei der Hagenbeckschen Arena befand. Ihre Ausrüstungwar die gleiche, wie für diejenige auf dem vorderen Terrain. Beide Wachen stellten je zweiPatrouillenposten, die sich alle zwei Stunden ablösten. Die Wachen dauerten 24 Stunden und zwarvon 12 Uhr mittags bis zu 12 Uhr mittags kommenden Tages, wo die Ablösung erfolgte. Es gehörtezu den Obliegenheiten der Wachen, die Feuerlöschgeräte auf dem Gelände und in den einzelnenBaulichkeiten auf ihre Beschaffenheit und Gebrauchsfähigkeit zu untersuchen und zu prüfen. Aufdem Gelände waren im ganzen 70 Überflurhähne verteilt, in den einzelnen Gebäuden befanden sichje nach Bedarf auf Anordnung der Feuerpolizei Radfeuerhähne, Anihilatoren und 50 Minimaxapparate.Die Firma Mix & Genest in Berlin hatte an den größeren Gebäuden auf dem Gelände 12 Feuer-melder anbringen lassen, die mit dem auf der Wache in der Industriehalle aufgestellten Apparatenverbunden waren. Zwei davon, die Feuermelder im Kunstpalast und in der Industriehalle, die mitden Depots direkte Verbindung haben, sind stehen geblieben. Bei dem Dachbrand, der in derMaschinenhalle am n. Mai 1904 ausbrach, rückte die Feuerwehr aus; die Bewältigung der beidenkleineren Brände am 2. November 1904 in der Industriehalle und am 19. desselben Monats im