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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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VERLAUF DER AUSSTELLUNG

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Der Kronprinz verlässt die wissenschaftliche Ausstellung

Am 10. Mai wurde die große Blumen-halle zum Teil geräumt, um die Frühjahrs-Bindekunst- und Schnittblumen-Ausstellungaufzunehmen. Die Düsseldorfer Gärtnereienstellten im Pavillon für Sonder-Ausstellungenaus. Die Frühjahrs - Treibgemüse- undTreibobst-Ausstellung wurde in den andie industrielle Ausstellung anschließendenHallen aufgebaut.

Auch diese drei Ausstellungen erfreutensich eines sehr regen Besuches und einerlebhaften Teilnahme. Es ließ sich abernicht vermeiden, die Hallen für die Dauerdes Abbruches der einen und während derAufstellung der andern Ausstellung kurzeZeit zu schließen, und wenn auch die Presserechtzeitig die Termine bekannt gab, be-mächtigte sich doch der Besucher eine Ver-stimmung, die an diesen Tagen die Aus-stellung studieren wollten. Bis zum Schlußhat sich dieser Übelstand, wenn auch Vor-sorge getroffen wurde, daß ein Teil der Hallen ständig geöffnet blieb, nicht vermeiden lassen; esist dies bei jeder Gartenbau-Ausstellung der Fall, die sich auf einen längeren Zeitraum erstreckt, beider die ausgestellten Gegenstände immerzu wechseln.

Am Freitag den 13. Mai wurde das erste große Feuerwerk abgebrannt, und von da ab wechseltenjeden Freitag die Feuerwerke mit japanischen Beleuchtungen des ganzen Geländes ab.

Am 15. Mai hatte die Ausstellungsleitung die Freude, den Herzog Johann Albrecht von Mecklen-burg als Gast zu begrüßen, der mit dem größten Interesse und wärmster Anerkennung die ver-schiedenen Teile der Ausstellung auf das eingehendste besichtigte.

Hatte die Firma F. A. Seidel in Grüngräbchen bereits in der großen Frühjahrsausstellung eine über-raschende Fülle blühender Rhododendren gezeigt, so botsie für die Pfingsttage eine ganz außerordentliche Leistung.In einem Extrazuge schaffte sie außer blühenden Rho-dodendren und Azaleen aus dem Sachsenlande eine sogewaltige Menge der verschiedenartigsten Alpenrosenherbei, daß die ganze nördliche Halle gefüllt wurde. Inmalerischer Anordnung auf Höhen und in Waldtälerngeschickt gruppiert, blendeten die winterharten, durchdie Kultur entwickelten Alpenrosen in dem nördlichenTeil des Gebäudes das Auge durch die Pracht ihrer Blüten.Auch diese Herrlichkeiten mußten nach wenigen Tagenweichen und nun folgten Woche auf 'Woche im stetenWechsel Sonderausstellungen von Schnittblumen in un-glaublicher Abwechslung und einem Reichtum von Formen,p¥Z9 in einer Mannigfaltigkeit in der Farbe, die alles übertraf,

was die lebhafte Phantasie sich ausdenken konnte.

Inzwischen war auch auf dem Gelände mit dem Fort-schreiten der Jahreszeit ein immer prächtigeres Farben-bild entstanden, weil sich die Zahl der dort im Freienblühenden Pflanzen mit jedem Tage vermehrte.

Am Freitag den 27. Mai traf der Herzog von Koburgmit seinem Gefolge ein, um die Kunstausstellung, dieKunsthistorische Ausstellung und die Gartenbau-Ausstel-lung erneut in allen ihren Teilen zu besichtigen.

Am folgenden Tage wurde eine glänzende Ausstel-lung von blühenden Irisarten in dem rückwärtigen Teileder Hauptblumenhalle und am 29. Mai eine Sonderaus-stellung der Firma Jacob Beterams Söhne in GeldernDer Kronprinz verlässt den Kunstpalast in dem Pavillon für Sonderausstellungen eröffnet, der in