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VERLAUF DER AUSSTELLUNG
Die Feier der Eröffnung der Ausstellung
Die Orchideenausstellung hatte einen derartigen Zuspruch, daß in aller Eile Barrieren errichtetwerden mußten, um Zugang und Ausgang zu regeln. Infolgedessen beschloß der Vorstand mit Zu-stimmung des Leiters der Orchideenausstellung, sie um einen Tag zu verlängern.
Dem Protektor ließ das Ausstellungskomitee einen Strauß von Orchideenblüten zu seinem Ge-burtstag überreichen. Der Kronprinz dankte durch folgendes Telegramm:
Dem Ausstellungs-Komitee danke ich für die herrlichen Blumengrüsse aufrichtigst und lebe noch ganz derErinnerung an die schönen Stunden, die ich in dem Düsseldorfer Blumenparadies verleben konnte.
Wilhelm, Kronprinz.
Das Urteil der Ehrengäste wie auch der Presse lautete überaus günstig. Die Erwartungen mußtenauch durch die Blütenpracht übertroffen sein, enthielt doch ein einziges Bukett in der Haupthallenahezu eine halbe Million Maiglöckchen. Schon am 9. Mai hatte die Herrlichkeit der Frühjahrs-ausstellung ein Ende, die Orchideenausstellung war schon am 4. Mai geschlossen.
Am 8. Mai bot eine Ausstellung von französischen, italienischen und holländischen Schnittblumenin dem Pavillon für Sonderausstellungen ein neues, eigenartiges und farbenprächtiges Bild, für dasnicht ohne Grund die Bezeichnung „Nizzaer Blumenmarkt" gewählt wurde. Eine einzige Ausstellungbrachte an 400 verschiedene Nelken. Aber ebensowenig, als die kostbaren Orchideen eine längereAusstellung gestatten, vertragen Schnittblumen nach tagelangem Transport in stark besuchtengeschlossenen Räumen eine längere Vorführung, und so dauerte auch diese Ausstellung nur wenige Tage.
Am 9. Mai kamen von Bonn folgende Fürstlichkeiten zum Besuche der Ausstellung an: Prinzund Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe, der Erbprinz und Prinz Moritz von Schaumburg-Lippe,Prinz Eitel Friedrich von Preußen und Herzog Alfred von Sachsen-Koburg-Gotha. Professor Roeberführte durch die Sehenswürdigkeiten der Ausstellung, über die sich die hohen Herrschaften in schmeichel-haften Worten äußerten. Das Diner wurde im Fürstenzimmer der Hauptrestauration eingenommen unddarauf der Rundgang fortgesetzt. Nach 5 Uhr kehrten die höchsten Herrschaften nach Bonn zurück.
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