VORBEREITUNG DER AUSSTELLUNG
Anlage des alpinen Gartens (mit dem festungsartigen Küchenbau an dasHauptrestaurant)
Geldpreisen ist in kurzer Frist zu-sammengeflossen, die an anderer
Stelle einzeln verzeichnet sind.Die unerwartete Ausdehnung,
die die große Gartenbau-Ausstellung
nahm, zeigte sich in dem zweiten
Voranschlage, der von 550 000 M.
auf 2 400 000 M. in Einnahmen und
Ausgaben gewachsen war.
Bankier Leiffmann hielt es
daher für angemessen, außer
dem vorhandenen Betriebsfonds
von etwa 173 000 M. noch einen
kleinen Sicherheitsfonds von etwa
200 000 M. zu beschaffen. Der
Bitte an die wohlhabenden Bürger
Düsseldorfs wurde durch die in
wenigen Tagen erfolgte Zeichnung
von 395 500 M. entsprochen.
Die städtische Sparkasse erklärte
sich bereit, diese Garantiescheine zu
einem mäßigen Zinsfuße bis zu einer
Höhe von 350 000 M. zu beleihen.Es war naturgemäß, daß die
Entwicklung, welche die große
Gartenbau-Ausstellung nahm, zur Vermehrung der Bauten und zu den verschiedenartigsten technischen
Einrichtungen führte. So mußte für die glanzvolle Beleuchtung des auf etwa 90 ha erweiterten Geländes,
für die Zufuhr von Wasser zum Sprengen auch wieder eine elektrische Zentrale errichtet werden, die
ein eigenes Gebäude erforderte und Maschinen verschiedener Systeme vereinigte. Diese Maschinen-abteilung hat sich unter Ingenieur Dücker zu einer besonderen Sehenswürdigkeit entwickelt.
Ein besonderes Gewicht wurde auch auf die soziale Ausgestaltung der Gartenbau-Ausstellung
gelegt. Um die Liebe zur Natur und zur Pflanzenwelt in den kindlichen Seelen zu wecken, wurde
der Plan gefaßt, die Verteilung von Stecklingpflanzen an Schulkinder in großem Maßstabe anzuregen.
An die vielen Städte, welche im Umkreise von 70 km in Rheinland und Westfalen um Düsseldorf
liegen, wurde das Ersuchengerichtet, die Verteilung derPflanzen zu übernehmen, nachangemessener Zeit die Pflegeder Pflanzen zu prüfen unddie Kinder, welche die ihnenübergebenen Stecklinge ambesten gepflegt hatten, in dieAusstellung zur Empfang-nahme von Preisen zu entsen-den. Die Ausstellung zahltedie Reisekosten für die Schülerund die begleitenden Lehrer.Es handelte sich dabei um mehrals 3000 Personen. Rechts-anwalt W. Lohe, der der Aus-stellung in allen RechtsfragenBeistand leistete, übernahmunter Mitwirkung einer ReiheDüsseldorfer Damen die müh-samen Vorbereitungen fürdiesen Kindertag in der Aus-stellung.
Weiter hat die Ausstellungs-
Dekorative Ausstattung des Menzelsaales nach dem Entwürfe von Hugo Leven leitung an alle Städte Über