194 Sante Servatien Leben. Vd. 11662f.
G. 45,7 f. fante Stephan es fich do underwant, 1190
der erfte marteraere,
daz er ze gote waere134 Sp." fein helfaere unde fein antfrift.5 bediu erwürben fi umbe Chrift,
daz diu vraeife Metze niht verfwalch, 1195
durch daz im Auetor bevalch
fich unde fwes er folde phlegen.
fine mohten Tungern niht gewegen.io G. 45,10f. do begunde der bifchof waeinen.
fante Petern alterfaeinen 1200
mit nazzen äugen er anefach.G. 45,13f. der himelportenaere do fprach:
„umbe waz ift dein ungehabe fo groz,15 umbe die got mit urtaeile verfchoz?
fi habent verdienet wol den val: 1205
G. 45,15f. ir unreht untz in die himel hal.
ir maein hat fi verrüeget.
nu hat in got gefüeget20 alles des diu werlt erdenchen chan.
über daz fander in einen man, 1210
der hete aenftecliche fite.
auch was fein engel da mite,
do er daz biftuom befaz.25 dar nach huoben hinz im haz
die feine iungeren waren. 1215
1190 es fich = fichs H] er fich 1191 martaerere 1192193 got waer fein helfaereVnt (= H: fein helfaere Waere unt; melodisch falsch) 1202 himelportnaere 1204 vmdie ■ die g.; vrtaeil 1210 fände er 1211 amgeftliche 1213 do H] Da 1215 ivnger
30 1204 verfchiezen übersetzt Lexer 3,215b mit Hinsidit auf diese Stelle mit .tief
hinabschleudern, stürzen". Ich glaube nicht, daß verfchiezen in dieser sonst nichtbelegten Bedeutung gutes Mittelhochdeutsch war. Dem Verfasser hat vielmehr dieentsprechende Stelle bei Vd. 1 1693f. vorgelegen: wat klopftu an di verflagen dore?dar es ein vaft grendel vore met godes ordel gefchoten. So wird auch Vers 3531
35 aufzufassen sein. Vgl. Winsbecke 24,5 fchiuz rigel vür und das Wort fchözrlgel.1206 Haupt streicht vntz, G. 45,15 erweist es als echt. 1211 aengeftliche der Hand-schrift ist sinnlos, aenftecliche eine wegen der Seltenheit des Wortes kühne, abersicher sinnentsprechende Konjektur. 1214 Vd. 11717f. die du telles vor dine iongeren,nameliken die van Tongeren, die daden viandes rat.