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Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
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174
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174 Sante Servatien Leben.

fach man daz golt roten. 575

dar ane waren die zwelfpoten

mit wunderlichem werche erhaben,

fein name ob iegelichem ergraben5 in chlseinen fwibogeleinen.

G. 17,9 ouf feinem haubete fach man fcheinen 580

ein imfel mit zwaein fchiezen.

waere daz wirz eine chrone hiezen,

die phaffen ez widerflüegen,io die lasigen ez wol vertrüegen:

126Sp." den ftreit den laze wir nu hie. 585

ein leifte dar umbe niden gie

gezieret vleizechlichen wol.

fi lac der beften feine vol,15 die ieman chunde vinden.

vor unde hinden 590

waren leifte oufgeleeinet,

ergraben unde geftaeinet,

daz man ir muofe warten.20 in den walcharten

576 an 577 wundermlich werch 578 nam ob ieglichem 580 haubet582 ein 583 widerflügen 584 lseien; vertrügen 586 lift 587 vlaeizchlichen588 befte 590 vor.vnde 591 lifte

Parura eines Halberstädter Humerales, welche in der bei Meichelbeck geschilderten

25 Anordnung die zwölf Apostel unter Schwibogen aufweist, siehe Braun S. 38 Nr. 9.Wenn der Dichter die übrigen Stickereien auf Ellenhards Alba nicht schildert, soist der Grund darin zu suchen, daß sie durch die Casula verdeckt sind. 580 Überdie Bischofsmitra 2,157f. und Tafel XXIII f. und Braun S.424f, besonders 462f.Unter den fchiezen sind die cornua zu verstehen, von denen nach Vers 590 f. das

30 eine über der Stirne, das andere über dem Hinterkopf aufsteigend gedacht ist.581 f. Diese Worte können nur auf das Streben Friedrichs I., den König bei derNeubesetzung von Bistümern das entscheidende Wort reden zu lassen, also de factoden Bischofsstuhl zu vergeben, bezogen werden, siehe A. Haudt, KirchengeschichteDeutschlands 4 (1903), 297 f. Die Stelle ist charakteristisch für die Stimmung in

35 der Salzburger Kirchenprovinz während des 8. Jahrzehnts des 12. Jahrhunderts;vgl. Einleitung. 586 Gemeint ist der circulus, der ringförmige Randbesatz, während590 f. der Vertikalbesatz in titulo gemeint ist. Die Mitra ist also aurifrisia incircuitu et titulo. Diese tragen auf ihren Siegeln Otto I. und Gerold von Freising,siehe oben zu Vers 521. 594 f. Unter walcharten sind die fasciae (siehe Braun

40 5. 459 f.) zu verstehen, die bei L. Diefenbach, Gl. lat.-germ. 226b windelsnuor,windelbant, wagesnuor, wagenbant, wickelsnuor und wickelbant bezeichnet werden,