Sante Servatien Leben. ]ßg
der obere faum was gemal
unde mit befmeide bezogen, 495
da er über daz haubet was gebogen;daz waren blech begozzen
von golde, etewa beflozzen, s
daz fi fich lenchen mohten.darein was geflöhten 500
getteine vil tiure.geleiche deme fiure
diu vil liehte gimme bran. 10
einen roch laeiter an
von phelle gefchaffen. 505
G. n, 8 dar ane horte man chlaffenguideine fchellen,
mit ringen finewellen is
125Sp." in den faum getwungen.
vil fuoze die chlungen, 510
fo er ce gotes tifche ftuont:
daz bezaeichenet bredige, die fi nu tuont.
494 ober; gemale 495 gefmfde H 498 etwa 502 geleich dem 5031iehtiv 20506 an hört 512 bezaeichent
494 f. Der obere faum entspricht dem, was Bock 2,20 den .unteren Saum" nennt,das gemal und befmeide der parura, plaga, dem netze (L. Diefenbadi, Gl. lat.-germ.439c). Bevor der Bischof die mitra aufsetzt (Braun S. 35), wird ihm das Numeralemit dem die Plaga tragenden Rand über den Kopf gelegt und erst, wenn die Mitra 25ihm aufs Haupt gesetzt wird, wird das Humerale nadi rückwärts geschoben, sodaßes mit der nach außen gekehrten Plaga über den Nacken fällt. Der vor der Be-krönung mit der Mitra geschilderte Moment ist vom Dichter geschildert. 497 bis 500gehen noch auf die Plaga, unter den blech wird man Metallperlen oder Metall-plättchen (Flitter) zu verstehen haben, die zwar festgenäht waren, aber dennoch 30die Plaga nicht zu einer festen kompakten Masse machten, sondern, um im Lichte2« spielen, beweglich waren; siehe noch Bock 2,19 f. und Tafel II. amicti (i. e. Hume-ralia) de aurifrigiis werden öfter erwähnt. C. Meichelbeck beschreibt in seiner HistoriaFrisingensis 1 1,257 das Humerale Bischof Ellenharts (1052—1078): In EllenhardiHumerali, seu amictu, qualis a sacrificaturis super humeros circa Collum assumi solet, 35exhibentur iterum Agnus Dei & quatuor animalia, margaritis gemmisque phrygio operedistincta; vgl. unten zu Vers 574 f. Ähnlich ist die Plaga eines Numerales aus derDanziger Marienkirche, welches bei Braun S. 37 als Nr. 7 abgebildet ist. 504 f. Ge-meint ist wohl die Dalmatika, Bock 2,88f., Braun 247f. Die güldeinen fchellensind die tintinnabula von G. 17,8. Als Schmuck der casula werden sie bei Bock 2,116 40erwähnt. An die casula ist aberwohlwegen des Ausdruckes roch 504 nicht zu denken;die Stelle ist nicht ganz klar.