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Sanct Servatius oder wie das erste Reis in deutscher Zunge geimpft wurde : ein Beitrag zur Kenntnis des religiösen und literarischen Lebens in Deutschland im elften und zwölften Jahrhundert
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167
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Vd.I623f. Sante Servatien Leben. 167

niht langer fi daz fparten,

fine weihten den raeinen ewarten.Diu ftarchen msere weiten vlugen.

hseithafte die herren zugen 460

in die ftat ce Tungern, 5

da man den gotes iungern

weihen folde, als er veriach.

manigen bifchof man da fachG. n, 5 under den infeien mit chrumben ftaben. 465

fwaz fi waete folden haben, 10

daz waren feiden unde golt gemenget,

mit porten gefprenget:

edele fteine darouz prunnen.

der weihe wart begunnen 470

124 Sp. b von den gotes ewarten. 15

G. 17,6 f. Seruacium fi garten

zierlich unde fchone.

alfo wir von Aarane

die alten fchrift hören fagen, 475

fwaz in Moyfes hiez tragen, 2°

fwenne er dienete gote,

fo wart auch dirre fein böte,

Seruacius, behangen.

daz povel muofe belangen, 480

daz ez die gezierde fchauwete 25

nu vernemet, wie man in zauwete:G. 17,5 der herre in zwene fchuohe trat,

458 reinen 460 haithafte] in der Handsdirift ist das t durdi Rasur getilgt unddas i in r verwandelt, so daß Haupt hserhafte lesen konnte 461 tunger 462 iunger467 vnt; Haupt schrieb aus metrischen Gründen was fide 469 edelftein 477 diente 30got 478 bot 480 mvs 481 fchovte 482 vernemt; in zauwete] zwo waete =zoute H

n 483 494 trat. dar ane was niht ain ftat. wan da daz | rote (sehr abgeschabt)golt fchain . manich (folgt ein undeutliches und wohl auch verderbtes Wort, das auf

460 Vgl. Kaiserchr. 16878: unt alle halthaften herren; vgl. unten zu 516. 475 Vgl. 35oben 17,22f. 483 f. Über das Aussehen der bischöflichen Schuhe siehe Fr. Bock,Gesdiichte der liturgischen Gewänder im Mittelalter, Bonn 1856f., II 10 f. und Tafel I,und Jos. Braun, Die liturgisdie Gewandung, Freiburg 1. B. 1907, S. 406 f.